Deine erfolgreiche Saftkur (Teil 1 ) – Vorteile und Anleitung

Zuletzt aktualisiert am 20/10/2021 von Sofia (Iss Happy) (6 Kommentare)

Als ich vor vielen Jahren in dem Buch Heile dich selbst* von Markus Rothkranz das erste Mal von den Vorteilen einer Saftkur gelesen hatte, beschloss ich, das Selbstexperiment zu wagen. Ich wollte mein erstes Saftfasten ausprobieren und wissen, was wirklich dran ist an den angepriesenen Vorzügen der beliebten „Entgiftungskur“.

Mittlerweile sind solche Saftfasten Kuren (engl. „Juice Cleanses“) in der Gesundheitsszene voll im Trend. Und bestimmt hast auch du schon vom Fasten gelesen und wie gesund solche „Detox Kuren“ sein sollen.

Einige Jahre und mehrere Saftkuren später, schreibe ich diesen zweiteiligen Saftkur Guide für dich. Hierin beantworte ich die typischen Anfängerfragen zum Thema, die mich immer noch regelmäßig von Neugierigen erreichen.

Teil I: Saftkur Vorteile & Anleitung

In diesem ersten Teil stelle ich dir einige Vorteile des Saftfastens vor und gebe dir Antworten auf häufig gestellte Einsteiger Fragen. Außerdem erhältst du ein paar wertvolle Hinweise, was du vor deiner ersten Saftkur unbedingt beachten solltest!

Teil II: Saftkur Anfänger-Tipps für optimale Ergebnisse

Im zweiten Teil dieses Saftkur Guides berichte ich von meinen persönlichen Erfahrungen während meiner ersten einwöchigen Saftkur. Hier verrate ich dir, welche Fehler ich als Neueinsteigerin gemacht habe und gebe dir meine besten Anfänger Tipps. In diesem Teil erfährst du, wie du dich vor, während und nach deiner "Detox Kur" verhalten solltest, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Achtung

Bitte beachte, dass dieser Saftkur Guide lediglich zur allgemeinen Information und ersten Orientierung dient. Wenn du gerne ein angeleitetes Saftfasten durchführen möchtest, wende dich bitte an Fachkräfte, die spezielle Programme hierfür anbieten. 

Bitte faste nur, wenn du gesund bist. Liegt eine Krankheit oder ein gestörtes Essverhalten vor oder bist du untergewichtig, solltest du nicht fasten. Das gilt auch für die Schwangerschaft, Stillzeit und im Alter!

Wenn du Zweifel hast, sprich dein Vorhaben mit deinem Arzt ab und faste nur unter Aufsicht!

1. Vorteile einer Saftkur

Deine erfolgreiche Saftkur (Teil 1 ) - Vorteile und Anleitung

©George Dolgikh via Canva.com

Oftmals werden Saftkuren auch als „Detox Kuren“ bezeichnet. Detox ist die Abkürzung für den lateinischen Begriff Detoxifikation und bedeutet Entgiftung. Der Begriff wird also genutzt, um die entgiftende Wirkung von Saftfasten Kuren hervorzuheben.

Ein Hauptgrund bzw. -vorteil einer Saftkur ist nämlich, seinen Körper zu entgiften. Oder besser gesagt, seinen Körper durch das zeitlich begrenzte Fasten und ausschließliche Trinken von frischen Obst- und Gemüsesäften bei der Entgiftung zu unterstützen. Denn entgiften tun deine Entgiftungsorgane ja sowieso rund um die Uhr.

Saftkur zur Stärkung des Immunsystems

Bei einer Saftkur werden die u.a. Immunsystem stärkenden Vitalstoffe aus Obst und Gemüse direkt vom Körper aufgenommen, ohne die Verdauung zu beanspruchen. Es heißt, dass der Körper so besser die Chance bekommt, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Denn der Großteil unserer Abwehrzellen (über 70%) befindet sich in unserem Darm, der sich während des Saftfastens erholen bzw. auf seine anderen Aufgaben konzentrieren kann.

Saftkur zur Unterstützung der Entgiftung

Wenn nicht gegessen wird, erhält der Darm die Möglichkeit, in erster Linie seinen Aufgaben als Entgiftungsorgan nachzugehen und den Körper von Giftstoffen zu befreien. 

Beim Saftfasten soll aber nicht nur eine körperliche, sondern auch eine emotionale „Reinigung“ stattfinden. Viele Fastende berichten, wie während der „Detox Kur“ unterdrückte Emotionen aufkommen und gesehen bzw. bearbeitet werden wollen.

Saftkur für mehr Energie

In vielen Erfahrungsberichten heißt es auch, dass man beim Saftfasten mehr Energie spürt. 

Die Theorie dahinter lautet, dass man überschüssige Energie gewinnt, wenn man aufhört zu essen. Die Verdauung ist nämlich einer der energieintensivsten Prozesse in unserem Körper. Kommt dieser für eine gewisse Dauer zum Erliegen, führt das zu einem Mehr an Energie.

Wie energieintensiv der Verdauungsvorgang ist, hast du vielleicht selbst schon am eigenen Leib gespürt. Nach einer sehr üppigen Mahlzeit hast du dich bestimmt auch schon mal super schlapp und energielos gefühlt. Man spricht hierbei auch vom sogenannten „Food Coma“, bei dem man sich nach dem Essen einfach nur noch hinlegen und ausruhen will.

Saftkur als Mittel zur Therapie

Mittlerweile gibt es auch einige Hinweise dafür, dass Saftkuren zur Besserung bestimmter Krankheiten beitragen können. Zum Beispiel sind basische Säfte eins der Hauptelemente der sogenannten Gerson-Therapie*, deren Ziel u.a. die Heilung von Krebs ist.

Ein weiteres bekanntes Beispiel, bei dem Saftfasten zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wurde, ist der australische Börsenmakler Joe Cross. Er dokumentierte in seinem Kurzfilm Fett, krank und halbtot* („Fat, sick and nearly dead“), wie er innerhalb von zwei Monaten durch frische Obst- und Gemüsesäfte 50 kg abnehmen, seine chronischen Erkrankungen loswerden und seine Medikamente dafür absetzen konnte.

Wichtig: Diese Beispiele sollen lediglich die verschiedenen Einsatzzwecke für Saftkuren aufzeigen und stellen keine Empfehlung dafür dar, eine ärztliche Beratung, Diagnose und Behandlung durch eine Saftkur zu ersetzen!

Eine Saftkur ist keine Diät!

Eine Saftkur sollte meiner Ansicht nach jedoch nicht als Diätkur verstanden werden. Wenn der Fokus lediglich auf dem Abnehmen liegt, besteht die Gefahr, das Fasten als Verzicht -und nicht als gesundheitlichen Gewinn- zu erleben. Dies ist nie eine gute Voraussetzung für eine gesunde Gewichtsabnahme.

Das Loswerden überschüssiger Pfunde kann zwar ein positiver Nebeneffekt einer Saftkur sein. Da man während des Fastens i.d.R. weniger Nahrungsenergie in Form von Kilokalorien (kcal) zu sich nimmt und während der Entgiftung Fette und Toxine loswird. Das Abnehmen sollte jedoch nicht die Hauptmotivation für eine Fastenkur sein!

Wenn du abnehmen möchtest, empfehle ich dir statt einer Diät, eine langfristige Umstellung auf eine gesunde und überwiegend vollwertig pflanzliche Ernährung. Denn hierbei kannst du ganz ohne Verzicht genießen!

2. Saftkur Anleitung

Deine erfolgreiche Saftkur (Teil 1 ) - Vorteile und Anleitung

©simpson33 via Canva.com

Vor deiner ersten Saftkur schwirren dir sicherlich viele Fragen im Kopf herum. Du fragst dich vielleicht, wann du am besten fasten solltest, wie lang die Kur gehen sollte, was und wie viel du trinken solltest, und und und...

In diesem Abschnitt beantworte ich die häufigsten Einsteiger Fragen zur Durchführung einer Saftkur. Diese Infos sollen dir helfen, dich zu orientieren und einen groben Rahmen festzulegen.

In Fachbüchern zum Fasten wie diesem*, diesem* oder auch diesem* kannst du dich tierfegehend über das Thema informieren.

Was ist der passende Zeitpunkt für die Saftkur?

Bevor du mit deiner Saftkur loslegst, solltest du dir Gedanken über einen geeigneten Zeitpunkt machen. Die Fastenzeit ist eine Phase des Rückzugs und der Selbstbesinnung und du solltest dir während der Kur genug Zeit für dich nehmen können.

Hast du gerade viel zu tun oder bist privat oder im Job sehr eingespannt, solltest du besser einen anderen Zeitpunkt für deinen ersten „Juice Cleanse“ wählen. Das Fasten könnte sonst zu einem Stressfaktor werden, dabei soll deine erste Kur eine möglichst positive Erfahrung sein.

Im Idealfall führst du deine „Entgiftungskur“ durch, wenn du Urlaub hast. So kannst du dich voll und ganz auf das Fasten konzentrieren, an die frische Luft gehen, dich ausreichend bewegen und dich mit allem beschäftigen, was während der Kur aufkommen sollte. Alternativ könntest du an einem Wochenende starten, da die ersten drei Tage einer Saftkur für viele Einsteiger am herausforderndsten sind.

Wie lange sollte die Saftkur dauern?

Auf die Frage, wie lange man am besten fasten sollte, gibt es keine pauschale Antwort. Als Einsteiger kannst du gerne mit 1, 2 oder 3 Tagen beginnen, um dich ans Nichtessen zu gewöhnen. Die Darmtätigkeit kommt jedoch erst nach etwa 3 Tagen zum Erliegen und erst dann stellt der Körper auf den Fastenstoffwechsel um. Aus diesem Grund laufen viele Saftkur für Anfänger zwischen ca. 5 und 7 Tagen.

Mein Tipp: Zwinge dich zu nichts!

Du solltest dich auf keinen Fall quälen oder selbst unter Druck setzen. Wenn du aus irgendeinem Grund dein Fasten verkürzen möchtest, dann tu das. Damit meine ich nicht, dass du gleich bei der ersten Herausforderung das Handtuch werfen sollst. Aber wenn es dir wirklich nicht gut geht, kannst du jederzeit abbrechen.

Es geht um dich und dein Wohlbefinden und du musst niemandem etwas beweisen. Am besten übst du, auf deinen Körper zu hören und in deinem besten Interesse zu handeln, ganz ohne Druck von innen oder außen. In deinem besten Interesse zu handeln kann natürlich auch bedeuten, durch die Krise durchzugehen und dran zu bleiben.

Ganz egal wie – du entscheidest!

Und was die typischen Krisen angeht, von denen viele Fastende berichten, kann ich dich beruhigen: Diese halten in der Regel nicht lange an und vergehen nach ein bis zwei Tagen wieder.

Umgekehrt kannst du natürlich auch länger als ursprünglich geplant fasten, wenn dir danach ist. Ein Saftfasten kann theoretisch auch länger durchgeführt werden, da du deinem Körper dabei über die Säfte wichtige Vitalstoffe zuführst.

Wie oft ist eine Saftkur sinnvoll?

Hast du vor, öfter eine mehrtägige Saftkur zu machen und fragst dich, wie oft du fasten "solltest" oder „darfst“? Auch hier gibt es keine pauschale Antwort. Jedoch wird in der Literatur häufig empfohlen 1- bis 2-mal im Jahr zu fasten - am besten einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Die Wirkung hält Berichten nach ca. ein halbes Jahr an und mit der Erfahrung wirst du spüren, wann die Zeit wieder reif ist.

Rüdiger Dahlke empfiehlt in seinem Buch Bewusst Fasten* jedoch nicht zu oft zu fasten. Fasten sei eine Reiztherapie und es sollte nicht das Ziel sein so oft wie möglich zu fasten. Statt ständig zu fasten, sollte man den Fokus lieber auf eine gesunde vollwertige Ernährung legen!

Wenn du merkst, dass Fasten gar nichts für dich ist, dann kannst du es auch sein lassen. Es handelt sich hierbei um nichts, was jeder Gesundheitsbewusste unbedingt tun sollte.

Was wirklich zählt ist, wie deine Ess- und Lebensgewohnheiten im Alltag aussehen.

Was soll während der Saftkur getrunken werden?

Deine erfolgreiche Saftkur (Teil 1 ) - Vorteile und Anleitung

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Bei einer typischen Saftkur werden neben stillem Wa sser, Kräutertees und klarer Gemüsebrühe ausschließlich Obst- und Gemüsesäfte getrunken. Diese sollten frisch gepresst und nicht abgepackt und durch Hitze haltbar gemacht worden sein. Denn beim Erhitzen gehen wichtige Enzyme und Vitamine verloren und eine ausreichende Nährstoffzufuhr ist nicht gewährleistet.

Es spricht jedoch nichts dagegen, morgens alle Säfte für den Tag zu pressen, in Glasflaschen im Kühlschrank zu lagern und sie über den Tag verteilt zu trinken.

Auch wenn sie dir besser schmecken, sollten bei einer Saftkur nicht nur Fruchtsäfte, sondern auch Gemüsesäfte, getrunken werden. Jeder Saft hat seine Vorzüge und du solltest auf ausreichend Abwechslung achten, um eine Vielfalt an Mineralstoffen, Vitaminen und bioaktiven Stoffen zu dir zu nehmen.

Im Idealfall verwendest du Obst und Gemüse in Bio-Qualität, um die Schadstoffbelastung so gering wie möglich zu halten.

Während meiner Entgiftungskur habe ich mir viel Inspiration in dem Buch Frische Frucht- und Gemüsesäfte* vom Vater der Saftkuren Dr. Norman Walker geholt. Wenn du selbst ein Saftfasten durchführen möchtest, kann ich dir das Buch nur ans Herz legen. Du lernst hier, wie sich die verschiedenen Säfte auf die Gesundheit auswirken und welche Säfte bei welchen Beschwerden hilfreich sein sollen.

Wie sollte getrunken werden?

Da die Säfte während deiner Saftkur deine Mahlzeiten darstellen, solltest du nicht den Fehler machen, sie zu schnell zu trinken. Trinke langsam in kleinen Schlucken und speichle die Säfte gut im Mund ein. Mit Hilfe der Enzyme des Speichels findet hier nämlich schon der erste Prozess der Verstoffwechselung statt.

Je besser der Saft eingespeichelt wird, desto mehr Enzyme werden freigesetzt, die für eine optimale Verwertung sorgen.

Damit die Nährstoffe aus dem Saft nicht zu schnell in den Organismus gelangen, empfiehlt es sich die Säfte mit etwas Wasser zu verdünnen, z.B. im Verhältnis 1:2 (1 Teil Saft, 2 Teile Wasser). Möchtest du den Saft lieber pur trinken, solltest du im Idealfall etwas später dieselbe Menge Wasser trinken.

Wie viel Saft trinken?

Auch auf diese Frage gibt wie so oft nicht nur eine Antwort. Einige Experten empfehlen während der Saftkur nicht mehr als 500 ml zu trinken. Andere raten dagegen, dass man so viel trinken sollte, wie man möchte.

Meiner Ansicht nach solltest du dir das Saftfasten nicht erschweren, indem du die Saftmenge einschränkst – vor allem nicht bei deiner ersten Saftkur. Befürchtest du, zu viele Kalorien zu dir zu nehmen, kannst du auf kalorienarmes Obst und Gemüse wie Gurke, Sellerie, usw. zurückgreifen. Aber wie bereits erwähnt sollte es bei einer Saftkur sowieso nicht primär ums Abnehmen gehen.

Um deinen Körper mit ausreichend Vitalstoffen zu versorgen und somit auch Heißhungerattacken zu vermeiden, kannst du so viel Wasser, Kräutertee und Saft trinken, wie du möchtest. Frische Obst- und Gemüsesäfte enthalten nichts, was den Körper unnötig belastet (aber bitte nicht nur Fruchtsäfte trinken!), weshalb ich es nicht als sinnvoll erachte, sich hier Verbote aufzuerlegen.

Während meines „Juice Cleanse“ habe ich in etwa zwischen 1,5 und 3 Liter Saft am Tag getrunken - also bis zu 1 Liter pro Mahlzeit.

3. Womit pressen?

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Es gibt viele verschiedene Hersteller und Entsafter-Modelle und ich möchte an dieser Stelle kurz auf den Unterschied der beiden Haupttypen eingehen. Generell wird bei Entsaftern zwischen sogenannten Zentrifugen-Entsaftern bzw. High Speed Juicern und Saftpressen bzw. Slow Juicern unterschieden. Beide Arten bringen verschiedene Vor- und Nachteile mit sich.

Zentrifugen Entsafter

Bei den meisten dieser Modelle befindet sich in der Mitte eine Reibe, die Obst und Gemüse zu Mus verarbeitet und mit hoher Geschwindigkeit den Saft aus dem Fruchtfleisch schleudert.

Ein großer Vorteil von High Speed Juicern ist, dass sie im Vergleich zu Slow Juicern schneller arbeiten und man in kurzer Zeit relativ viel Saft herstellen kann. Möchtest du morgens Saft für die ganze Familie pressen, eignet sich ein schnelles Gerät definitiv besser. Viele Zentrifugen-Entsafter besitzen eine große Einfüllöffnung, in die ganze Äpfel, Karotten, usw. passen. So musst du das Obst und Gemüse vorher nicht kleinschneiden und sparst bei der Zubereitung noch mehr Zeit.

Der günstigere Preis von Zentrifugen-Entsaftern ist ein weiterer Pluspunkt. Im Vergleich zu Slow Juicern zahlst du hier für ein leistungsfähiges Gerät weitaus weniger. Für mein Einsteigermodell von Philips* habe ich damals etwa 165 Euro gezahlt.

Ein Nachteil von High Speed Juicern ist die relativ hohe Lautstärke während des Pressvorgangs. Möchtest du in der Früh Säfte pressen, während andere schlafen, solltest du auf jeden Fall die Türen schließen.

Ein weiteres Manko von Zentrifugen-Entsaftern ist, dass die Saftausbeute bei Blattgrün und anderen faserreichen Zutaten wie z.B. frischem Ingwer in der Regel nicht so hoch ist wie bei Slow Juicern. Das erkennst du nicht nur an der kleineren Menge Saft, sondern auch an dem vergleichsweise feuchten Trester.

Einige „Saftexperten“ zählen auch die hohe Umdrehungszahl dieser schnellen Geräte zu den Minuspunkten. Es wird behauptet, dass der Saft wegen der schnellen Drehgeschwindigkeit erhitzt wird und viel Sauerstoff in ihn gelangt, womit die Oxidationsgefahr steigt. Aus diesem Grund sollte man Säfte aus Zentrifugen-Entsaftern im Idealfall unmittelbar nach dem Pressen trinken. Ob Zentrifugen-Entsafter tatsächlich den Saft schädigen, kann ich persönlich nicht beurteilen.

Slow Juicer

Langsame Saftpressen zerreiben das Obst und Gemüse erst langsam und pressen dann das entstandene Mus schonend durch ein Sieb. Für meine einwöchige Saftkur habe ich eine horizontale Saftpresse von Omega* mit 80 Umdrehungen pro Minute verwendet und war sehr zufrieden hiermit.

Ein großer Vorteil von Slow Juicern ist, dass sie Blattgrün besser verarbeiten und die Saftausbeute hier deutlich höher ist als bei High Speed Entsaftern. Hinzu kommt, dass der Saft durch die geringe Sauerstoffeinwirbelung angeblich länger halten soll. Wie gesagt kann ich nicht beurteilen, inwieweit Saft aus einem Slow Juicer tatsächlich einen höheren Nährstoffgehalt hat.

Ein deutlicher Nachteil von Slow Juicers ist, dass man hiermit länger zum Pressen braucht. Für Singles ist das kein Problem. Möchtest du jedoch Saft für mehrere Personen pressen, solltest du genug Zeit einplanen. Ein weiteres Manko ist der höhere Preis dieser Geräte, wobei man die Anschaffung auch als Investition in die eigene Gesundheit sehen kann. Das lohnt sich natürlich nur, wenn das Gerät auch regelmäßig zum Einsatz kommt?

Ich persönlich war im Großen und Ganzen mit beiden Geräte-Typen zufrieden, jedoch habe ich meinen High Speed Entsafter nach einem Jahr verkauft, da ich nicht so glücklich über die geringere Saftausbeute bei faserreichem Pressgut wie grünem Blattgemüse war. Wenn du nicht über das nötige Kleingeld für eine Saftpresse verfügst, kannst du dich entweder nach gebrauchten Geräten umschauen oder dir alternativ einen Zentrifugen-Entsafter anschaffen.

Keine Zeit zum Selberpressen?

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©pixelshot via Canva.com

Wenn du dir nicht die Zeit nehmen möchtest, morgens selbst die Säfte für den Tag zu pressen, gibt es mittlerweile auch einige Saftkuren, die du online bestellen* kannst.

Bei deiner Auswahl solltest du unbedingt darauf achten, dass der Hersteller die Säfte frisch presst, direkt abfüllt und zu dir nachhause liefert.

Bisher habe ich meine Säfte immer selbst gepresst, finde aber, dass solche Services eine tolle Alternative für Vielbeschäftigte sind.

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?

Ich hoffe, dass diese Informationen hilfreich für dich waren und du einen guten ersten Eindruck erhalten hast, wie das Grundgerüst einer Saftkur aussehen kann.

Im zweiten Teil dieses Saftkur Guides berichte ich von meinen Erfahrungen während meines ersten Saftfastens und verrate dir, welche "Anfängerfehler" ich dabei gemacht habe. Du bekommst hier meine besten Einsteiger-Tipps und erfährst, was du vor, während und nach deiner „Detox Kur“ beachten kannst, um die besten Ergebnisse zu erzielen. U.a. gehe ich im zweiten Teil auch auf das Thema Darmreinigung ein?

Hast du schon mal eine Saftkur gemacht und wie waren deine Erfahrungen? Ich freue mich unten in den Kommentaren von dir zu lesen.

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