Kürbis-Gnocchi selber machen – ohne Kartoffeln, vegan & glutenfrei

Zuletzt aktualisiert am 25/10/2026 von Sofia (Iss Happy) (0 Kommentare)

Wenn die Tage kürzer werden und die Blätter sich golden färben, ist es Zeit, die Küche mit den warmen Aromen des Herbstes zu füllen. Diese Kürbis-Gnocchi sind dafür genau das Richtige.
Sie kommen ganz ohne Kartoffeln und ohne Ei aus. Der Teig besteht aus Ofenkürbis, Kartoffelstärke, Kichererbsenmehl und Tapiokamehl. Das Ergebnis sind leuchtend orange Gnocchi, außen glatt und innen schön weich, mit einem feinen, leicht süßlichen Kürbisgeschmack. Und sie sind komplett vegan und glutenfrei.

Klar, das ist kein Fünf-Minuten-Rezept. Die meiste Zeit backt der Kürbis aber allein im Ofen, und das Formen der kleinen Gnocchi-Kissen ist fast meditativ. Mach am besten gleich die ganze Menge, denn Kürbis-Gnocchi lassen sich wunderbar einfrieren.

Das Wichtigste in Kürze

Für Kürbis-Gnocchi ohne Kartoffeln backst du 1 kg Kürbiswürfel im Ofen weich und pürierst sie. Das Püree verknetest du mit Kartoffelstärke, Kichererbsenmehl, Tapiokamehl und Salz zu einem Teig. Daraus rollst du Stränge, schneidest kleine Stücke ab und kochst sie 3 bis 4 Minuten in Salzwasser, bis sie oben schwimmen. Die Gnocchi sind vegan, glutenfrei und ohne Ei.

Kürbis-Gnocchi ohne Kartoffeln: so funktioniert der Teig

Selbstgemachte vegane Kürbis-Gnocchi mit Gabelrillen auf bemehltem Backpapier
Veganes Kürbis Gnocchi Rezept – super einfach!

Klassische Kürbis-Gnocchi bestehen meist aus Kürbis, Kartoffeln, Weizenmehl und oft Ei. Hier hat jede Zutat ihre eigene Aufgabe.

  • Ofenkürbis bringt Geschmack und Farbe. Im Ofen verliert er Wasser, deshalb wird der Teig fester als mit gekochtem Kürbis.
  • Kartoffelstärke bindet die Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass die Gnocchi beim Kochen zusammenhalten.
  • Kichererbsenmehl gibt dem Teig Struktur, etwas Eiweiß und einen leicht nussigen Geschmack.
  • Tapiokamehl macht die Gnocchi elastisch. Sie bekommen dadurch den typischen, leicht bissfesten Kern.

Weil keines der Mehle Gluten enthält, sind die Gnocchi glutenfrei. Wenn du sehr empfindlich reagierst oder Zöliakie hast, achte darauf, dass auf den Packungen ausdrücklich "glutenfrei" steht.

Welcher Kürbis eignet sich für Gnocchi?

Am besten eignet sich Hokkaido. Er hat festes, eher trockenes Fruchtfleisch und eine kräftige Farbe. Butternut geht auch, ist aber feuchter. Dann brauchst du eventuell ein bis zwei Esslöffel mehr Stärke, bis sich der Teig gut formen lässt.

Wichtig ist, den Kürbis zu backen statt zu kochen. Gekochter Kürbis saugt sich mit Wasser voll, und je nasser das Püree, desto mehr Stärke braucht der Teig. Dann schmecken die Gnocchi mehr nach Stärke als nach Kürbis.

So formst du die Gnocchi

Viele frisch geformte Kürbis-Gnocchi ohne Kartoffeln mit Gabelrillen, roh auf bemehltem Backpapier ausgelegt

Lass den gebackenen Kürbis etwas abkühlen, bevor du ihn pürierst und mit den Mehlen verknetest. Warmer Teig klebt stärker. Klebt er trotzdem an den Händen, arbeite löffelweise etwas Stärke ein, bis er geschmeidig ist.

Teil den Teig in vier Portionen und roll jede auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Strang von etwa 2,5 cm Durchmesser. Davon schneidest du ungefähr 4 cm lange Stücke ab. Mit einem Gnocchi-Brett bekommen sie die typischen Rillen, eine Gabel funktioniert genauso gut. Die Rillen sind mehr als Deko, an ihnen bleibt später die Soße hängen.

Mein Tipp: Koch zuerst ein einzelnes Gnocchi zur Probe. Hält es gut zusammen, ist der Teig perfekt. Fällt es auseinander, knete noch etwas Stärke unter. Den rohen Teig solltest du übrigens nicht naschen, Kichererbsenmehl schmeckt roh bitter und mehlig.

Kochen und anbraten

Gib die Gnocchi portionsweise in leicht siedendes Salzwasser. Sprudelnd kochendes Wasser kann sie beschädigen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, sind sie nach 3 bis 4 Minuten fertig. Heb sie mit einer Schaumkelle heraus.

Besonders gut schmecken sie, wenn du sie danach noch ein paar Minuten in einer Pfanne mit etwas Öl anbrätst. Dann bekommen sie eine goldene Kruste und bleiben innen weich. Ein paar Zweige Thymian oder Salbei in der Pfanne machen das Ganze perfekt.

Wie gesund sind Kürbis-Gnocchi?

Eine Portion von rund 25 Gnocchi hat ohne Soße laut Bundeslebensmittelschlüssel rund 370 kcal, gut 8 g Eiweiß und gut 6 g Ballaststoffe. [1] Pro 100 g sind das etwa 156 kcal, fast genauso viel wie bei gekauften Kartoffelgnocchi. [1]

Dank Kürbis sind die Gnocchi reich an Vitamin A. [4] Eine Portion liefert rund 890 µg, das ist mehr als die Referenzmenge für einen ganzen Tag. [1] [2] Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft und zur normalen Funktion des Immunsystems bei. [3]

Wie satt die Gnocchi machen, hängt vor allem von der Soße ab. Mit Pilzen, Spinat oder einem Pesto aus Nüssen und Kernen wird daraus ein ausgewogenes Hauptgericht.

Was passt zu Kürbis-Gnocchi?

  • Pilze und Spinat: Meine Kürbis-Gnocchi in cremiger Pilz-Spinat-Soße sind wie gemacht für diese Gnocchi.
  • Salbeibutter: Ganz klassisch in Olivenöl oder veganer Butter mit frischem Salbei schwenken.
  • Pesto: Mein Kürbis-Pesto oder ein Rucola-Pesto passen beide sehr gut.
  • Pilzpfanne: Angebratene Gnocchi mit meiner Pilzpfanne sind ein schnelles Herbstessen.
  • Deine liebste Pasta-Soße: Eine einfache Tomatensoße mit Basilikum geht immer.
  • Als Vorspeise passt eine kleine Schale Kürbissuppe mit Kokosmilch.

Kürbis-Gnocchi vorbereiten und einfrieren

Roh geformte Gnocchi lassen sich sehr gut einfrieren. Leg sie dafür mit etwas Abstand auf ein bemehltes Brett oder Blech und frier sie etwa eine Stunde vor. Danach kannst du sie in eine Dose oder einen Beutel umfüllen, ohne dass sie zusammenkleben. Gefroren gibst du sie direkt ins siedende Salzwasser, sie brauchen dann ein bis zwei Minuten länger.

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Goldbraun angebratene Kürbis-Gnocchi mit frischem Thymian in einer schwarzen Pfanne

Veganes Kürbis Gnocchi Rezept – super einfach!

Einfaches Kürbis Gnocchi Rezept – vegan, glutenfrei und aus nur einer Handvoll simpler Zutaten unkompliziert gezaubert!
Vorbereitungszeit 1 Stunde 30 Minuten
Kategorie Hauptgericht
Küchenstil Vegan
Menge 6 Portionen (1 Portion ca. 25 Stück)

Zutaten
  

Anleitung
 

  • Kürbis schälen, entkernen und in Würfel schneiden. In eine ofenfeste Form geben und optional mit etwas Olivenöl vermengen.
  • Ca. 45 Minuten gar backen und anschließend etwas abkühlen lassen.
  • Abgekühlten Kürbis mit einem Stabmixer pürieren und anschließend in einer Schüssel mit Kartoffelstärke, Kichererbsen- und Tapiokamehl sowie Salz vermengen.
  • Mit den Händen zu einem Teig kneten, diesen vierteln und die einzelnen Teile zu langen (ca. 2,5 cm breiten) Rollen formen.
  • Hiervon ca. 4 cm lange Gnocchi-Stücke abschneiden und mit den Händen zurecht formen. Falls vorhanden, ein Gnocchi Brett* zum Formen verwenden, ansonsten optional für die Ästhetik mit einer Gabel eindrücken.
  • Gnocchi etwa 3-4 Minuten in Salzwasser köcheln lassen (bis sie an die Wasseroberfläche steigen) und anschließend abschöpfen. Nach Geschmack zubereiten.
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