Vegan, aber dein Umfeld nicht? Wie Du Stress mit Familie und Freunden vermeidest!

Zuletzt aktualisiert am 20/10/2021 von Sofia (Iss Happy) (32 Kommentare)

Du hast das Gefühl, du bist aufgewacht. Irgendein Impuls hat dafür gesorgt, dass du dich bewusster mit deinen Ernährungsentscheidungen auseinandersetzt. Vielleicht hast du ein Augen öffnendes Buch gelesen, einen schockierenden Film gesehen, ein inspirierendes Gespräch mit jemandem geführt… Aus gesundheitlichen, ethischen oder anderen Gründen hast du dich entschieden vegan zu leben.

Es fühlt sich so richtig an und du fragst dich, wieso du deine Ernährung nicht schon viel früher umgestellt hast. Vielleicht kannst du heute gar nicht mehr nachvollziehen, wie du früher so unbewusst vor dich hinleben konntest. Du bist glücklich über die Veränderung, die du dir vorgenommen hast. Du spürst, dass du auf dem für dich richtigen Weg bist.

Leider haben die Menschen in deinem Umfeld nicht die gleiche Entwicklung gemacht wie du und unterstützen dich nicht in deiner Entscheidung. Deine Familie, Freunde oder sogar dein Partner reagieren vielleicht mit Unverständnis, Ablehnung oder Spott auf deinen Entschluss von jetzt an anders zu essen und zu leben.

Gib nicht auf!

Manchmal schwimmst du so gegen den Strom, dass du die Energie verlierst und am liebsten aufgeben würdest. Von außen versucht man dir einzureden, wie sinnlos, ungesund und gefährlich eine pflanzenbasierte Ernährung ist. Das frustriert dich und lässt deine Hoffnung in die Vernunft der Menschen schwinden. Ständig wirst du mit Vorurteilen konfrontiert oder man versucht Argumente gegen deine neue Lebensweise zu finden.

Deinen Lebensstil und deine Essgewohnheiten von Grund auf zu verändern ist nicht einfach. Vor allem nicht, wenn deine Liebsten dich nicht dabei unterstützen.

Glaub mir, du liegst nicht falsch und bist auch nicht verrückt. Du bist mutig, stark und ein Vorbild!

Wenn du plötzlich zum Außenseiter wirst

Vegan, aber dein Umfeld nicht? Streit mit Nicht-Veganern vermeiden!

©Kouichi Chiba via Canva.com

Ich weiß, wie es ist, wenn man sein Leben zum Positiven verändert und die eigene Familie und Freunde sich über einen lustig machen. Einige Familienmitglieder haben mich anfangs wie einen naiven "Hippie" behandelt. Sie haben versucht ihre Sorgen auf mich zu projizieren und mich mit dem typischen Unwissen konfrontiert. Auf einige Freunde muss ich einen ziemlich extremen Eindruck gemacht haben. Es war definitiv kein schönes Gefühl und ich habe mich teilweise gefühlt wie eine Außerirdische.

Kannst du dich mit alldem identifizieren? Dann möchte ich ein paar Tipps mit dir teilen, wie du als einziger Veganer in deinem Umfeld Streit mit Familie und Freunden vermeiden kannst. Immerhin soll die vegane Ernährung dein Leben -und das anderer- verbessern und nicht unerträglich machen.

1. Habe Geduld und Verständnis

Vegan, aber dein Umfeld nicht? Streit mit Nicht-Veganern vermeiden!

©ronstik via Canva.com

Bevor du die Entscheidung getroffen hast vegan zu werden, hat vermutlich ein innerer Prozess bei dir stattgefunden. Womöglich gab es irgendeinen Schlüsselmoment, der den Impuls für diese Entwicklung ausgelöst hat.

Diesen Prozess nehmen andere von außen nicht immer wahr und merken nichts von deiner inneren Veränderung. Irgendwann verkündest du deiner Familie und deinen Freunden dann die Botschaft, dass du von jetzt an keine tierischen Produkte mehr konsumieren möchtest. Statt Offenheit, Interesse und Akzeptanz erhältst du Reaktionen à la Was ist denn jetzt plötzlich mit dir los? oder Spinnst du jetzt völlig?.

Es ist sehr enttäuschend, wenn du dich weiterentwickelst und dein Leben zum Positiven verändern möchtest und deine Familie und Freunde mit Unverständnis oder sogar Ablehnung reagieren. Eigentlich sollten sie sich doch für dich freuen und zumindest etwas Interesse zeigen. Immerhin wollen sie doch nur das Beste für dich, oder?

Gibt deinen Liebsten Zeit, deinen Prozess nachzuvollziehen!

Deine Familie oder Freunde reagieren wahrscheinlich so, weil diese Veränderung für sie aus heiterem Himmel kommt. Sie haben nichts von deinem inneren Entwicklungsprozess mitbekommen und sind daher erst einmal überrascht.

Vegan werden ist ein Prozess. Und genauso, wie es bei dir eine Weile gedauert hat, braucht dein Umfeld auch seine Zeit.

Erstens, um zu realisieren, dass dein Entschluss keine spontane Spinnerei ist. Und zweitens, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und deine Entscheidung nachvollziehen zu können.

Natürlich läuft das in jeder Familie bzw. Freundschaft anders ab und es wird eventuell auch Menschen in deinem Leben geben, die niemals respektieren werden, dass du von nun an vegan lebst. Gib aber jedem Einzelnen seine Zeit diese Veränderung zu verarbeiten - und hoffentlich irgendwann verstehen zu können.

Hab Geduld mit anderen und vergiss nicht, dass auch du vor einigen Wochen oder Monaten noch genauso unwissend und vielleicht sogar voreingenommen warst, wie sie es jetzt noch sind.

2. "Missioniere" nicht

Vegan, aber dein Umfeld nicht? Streit mit Nicht-Veganern vermeiden!

©eskaylim via Canva.com

Vor fast vier Jahren beschloss ich aus ethischen Gründen keine Tierprodukte mehr zu konsumieren. Je mehr ich mich mit dem Thema Veganismus auseinandersetzte, desto mehr erfuhr ich über die gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährungs- und Lebensweise.

Einerseits war ich begeistert von all den Informationen, die ich gesammelt hatte:

Zivilisationskrankheiten können verhindert und sogar rückgängig gemacht werden. Durch unsere Ernährungsentscheidungen können wir unserer Umwelt etwas Gutes tun. Wir können Tierleid vermeiden und zu sozialer Gerechtigkeit beitragen. Wahnsinn!

Andererseits war ich schockiert darüber, dass dieses Wissen den meisten Menschen nicht bekannt ist. Und vor allem, dass sich viele Gruppierungen sogar dafür einsetzen, dass diese Informationen nicht an die breite Öffentlichkeit gelangen.

Es war alles so Augen öffnend und ich wollte am liebsten die ganze Welt wachrütteln. Angefangen bei den Menschen, die ich am meisten liebe - meiner Familie und den engsten Freunden. Wenn es dir auch so geht, dann gebe ich dir einen guten Rat: Missioniere nicht!

Versuche nicht, dein Umfeld zwanghaft von einer veganen Lebensweise zu überzeugen und ihnen zu erklären, dass sie ihren Lebensstil verändern müssen. Ich habe diesen Fehler gemacht und das hat viele Menschen sehr genervt und rein gar nichts bewirkt.

Die Menschen in deinem Umfeld haben sich womöglich noch nicht mit der Thematik auseinandergesetzt und du wirst sie garantiert nicht dazu inspirieren, indem du sie kritisierst bzw. ihnen das Gefühl gibst sie zu verurteilen. Du wünschst dir von ihnen, dass sie deine Lebensweise akzeptieren, also solltest du ihre Entscheidungen ebenfalls respektieren. So schmerzhaft es auch ist.

Niemand wird vegan, weil er verurteilt wird. Sondern weil er inspiriert wird!

Wenn du möchtest, dass deine Familie und Freunde sich mit dem Thema Veganismus auseinandersetzen, dann solltest du auf keinen Fall Druck ausüben. Damit meine ich nicht, dass du nicht über das Thema sprechen sollst. Du kannst ruhig von deiner positiven Entwicklung erzählen, leckere Rezepte mit ihnen teilen und natürlich Fragen beantworten. Aber überschütte deine Mitmenschen nicht ungefragt mit einer Flut an Informationen. Das würde sie wahrscheinlich nur überfordern oder sogar nerven.

3. Kommuniziere offen und in Ich-Botschaften

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Deine Ernährung und Lebensweise komplett zu verändern ist nicht einfach und vielleicht sogar noch eine große Herausforderung für dich. Du bist aber überzeugt davon, dass das der richtige Weg für dich ist und wünschst dir daher die Unterstützung von deiner Familie. Es ist sehr traurig, wenn geliebte Menschen stattdessen mit Unverständnis oder sogar Spott reagieren. Man fühlt sich so unverstanden, so ungeliebt.

Bleib bei dir!

Das Essensthema sollte auf keinen Fall zwischen dir und deinen Liebsten stehen und ich kann dir nur ans Herz legen ganz offen mit deinen Mitmenschen zu sein. Erwarte nicht, dass sie dich sofort verstehen, sondern hilf ihnen dabei, indem du ganz offen mit ihnen kommunizierst. Erkläre ihnen geduldig, weshalb du dich vegan ernähren möchtest.

Versuche dabei so gut es geht bei dir zu bleiben und nicht den Zeigefinger zu erheben.

Sag ihnen, was du dir von deiner neuen Lebensweise erhoffst. Wie du dich dabei fühlst und warum es dir wichtig ist, dass sie dich darin unterstützen oder deine Entscheidung zumindest respektieren. Sei ehrlich mit Familie und Freunden und schildere ihnen auch, wie du dich fühlst, wenn sie deine Entscheidung nicht ernst nehmen.

Besonders bei den Menschen, die man am meisten liebt, neigt man dazu emotional zu reagieren. Doch eigentlich willst du dich gar nicht streiten. Du möchtest nur das Beste für deine Liebsten und all deine neuen Erkenntnisse mit ihnen teilen, damit sie auch etwas zum Positiven verändern können. Wenn du möchtest, dass sie dir zuhören, solltest du versuchen sie keinesfalls zu belehren bzw. ihnen das Gefühl geben. Bleib ruhig und sachlich und lass keine Aggressionen aufkommen, sonst stempeln sie dich bloß als extrem ab, so wie bei mir damals.

Kommuniziere in Ich-Botschaften!

Um Konfrontationen zu verhindern und zu vermeiden, dass sich deine Familie und Freunde angegriffen fühlen, solltest du wenn möglich in Ich-Botschaften zu kommunizieren. Bleib bei dir und deiner Veränderung, teile deiner Erfolge mit ihnen und gehe mit gutem Beispiel voran.

Wenn sie sehen, dass es dir besser geht, du Spaß hast und aufblühst, werden sie deine Veränderung früher oder später akzeptieren. Jedenfalls in den meisten Fällen. 

4. Sei so gut informiert wie möglich

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©asiandelight via Canva.com

Als du noch völlig unbewusst vor dir her gelebt, dir keine Gedanken über deine Gesundheit gemacht und dich noch ungesund ernährt hast, hat sich womöglich nie jemand kritisch zu deinem Lebensstil geäußert. Als du noch Junk Food gegessen und keinerlei Acht auf dich gegeben hast, hat sich niemand um dein Wohlbefinden gesorgt. Doch jetzt wo du dich gesund ernähren und nachhaltiger leben möchtest, werden besorgte Stimmen laut. Plötzlich äußern sich deine Mitmenschen kritisch zu deiner Nährstoffzufuhr.

Kommt dir das bekannt vor? Vielleicht wurdest du auch schon mit dem typischen Unsinn à la Aber ohne Tierprodukte fehlt dir dann doch was! konfrontiert. Die größten Kritiker einer pflanzlichen Ernährung, die am lautesten schreien, dass man als Veganer in jedem Fall Mangelerscheinungen bekommt, sind oftmals diejenigen, die von Ernährung nur wenig Ahnung haben. Das wird dann deutlich, wenn man ihnen Rückfragen stellt, z.B. um welche Nährstoffe sie sich denn genau Sorgen machen.

Um mit den typischen Irrtümern aufzuräumen und den Zweiflern in deinem Umfeld die Luft aus den Segeln zu nehmen, solltest du dich so gut wie möglich über eine pflanzenbasierte Ernährung informieren. Finde heraus, welches die kritischen Nährstoffe sind, wozu sie wichtig sind, wie hoch dein Bedarf an diesen Nährstoffen ist, aus welchen pflanzlichen Quellen du sie bekommst, usw. Das solltest du ohnehin tun, um gesund und fit zu bleiben.

Vorurteile entstehen aus Unwissen heraus!

In der Regel entstehen die Sorgen deiner Liebsten aus Unwissen heraus. Sie meinen es nur gut mit dir und wissen es einfach nicht besser. Zeig ihnen, dass du informiert bist und weißt, was du tust, indem du ihre Fragen sachlich und kompetent beantwortest. Wenn du ihnen beweist, dass du dich mit der Thematik auskennst, merken sie, dass du es ernst meinst und deine Ernährungsumstellung nicht irgendeine unüberlegte Spinnerei von dir ist.

Wenn deine Familie und Freunde einigermaßen offen dafür sind, könntest du ihnen auch ein paar gute Webseiten empfehlen, ein Buch schenken oder ihnen vorschlagen gemeinsam ein paar Filme zu schauen. Dokumentationen wie Gabel statt Skalpell oder What the Health vermitteln auf anschauliche Weise die Vorteile einer veganen Ernährung. >>Empfehlungen für Bücher, Filme & Co. findest du hier!<<

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?

Ich hoffe, dass meine Tipps dir dabei helfen, Konfrontationen mit deinen Liebsten zu vermeiden und sie dazu zu bringen, deine Entscheidung für eine vegane Lebensweise zu akzeptieren.

Wie haben deine Liebsten auf deine Ernährungs- und Lebensumstellung reagiert? Ich würde mich freuen unten in den Kommentaren von deinen Erfahrungen zu lesen ♥

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  • Hey, vielen Dank für deinen Beitrag. Ich bin darauf gestoßen, weil ich genau das Problem habe. Ich bin erst seit einem Jahr vegetarisch und versuche mich nun mehr und mehr vegan zu ernähren. Heute weiß ich überhaupt nicht mehr, wie ich je Fleisch konsumieren konnte…ich kann mittlerweile nicht mal anderen dabei zusehen es zu essen etc. Bei mir gab es so einen Schlüsselmoment, der dafür gesorgt hat, dass ich endlich aufgewacht bin und mich von allen anerzogenen Sachen abgewandt habe.
    Also meine Familie ist zum Teil mit mir zusammen auf die vegetarische Ernährung umgestiegen. Das hat mich sehr gefreut. Mein Freund versteht mich, verzichtet häufig „wegen mir“, obwohl ich deutlich sage, dass er sich ernähren soll, wie er es will. Z.B kann ich es aber nicht aushalten Fleisch im Kühlschrank zu haben, das geht für mich einfach nicht.

    Mit meinen Freunden habe ich ähnliche Dinge erlebt wie du. Unverständnis, Abneigung. Dabei habe ich lediglich gesagt, dass ich jetzt vegetarisch lebe und versuche vegan zu werden.
    Für mich ist es wahnsinnig schwer, mich zurückzuhalten und nicht in die ganze Welt zu schreien, dass diese Veränderung gut ist und jeder sie wagen sollte. Ich halte mich trotzdem eher zurück, koche und backe für Freunde und Kollegen vegan, wenn sie nach dem Rezept fragen, erkläre ich, dass es vegan ist. Manche sind interessiert, manche nicht….Ich glaube auch zu inspirieren hilft mehr als zu belehren, aber es ist total schwer. Ich ärgere mich oft einfach so sehr über Aussagen wie: „ich könnte niemals vegan sein, Fleisch, Eier etc. Sind mein Leben.“ Dann denke ich immer an das Tierwohl etc. Und daran, mit was für einer Leichtigkeit diese Menschen sagen, dass sie nicht leben könnten, ohne Tiere zu verspeisen oder sie auszunutzen. Herrje, ich bin momentan diesbezüglich echt in einer kleinen Krise. Ich weiß ja selbst, dass ich vor einem Jahr nicht anders war, aber es fühlt sich an, als wäre ich aus einem Traum aufgewacht und auf einmal sehe ich klar…es ist hart, dass nicht jeder zur gleichen zeit aufwacht.
    Eine Frage hätte ich noch: Wie gehst du damit um, wenn du zum Grillen oderso eingeladen wirst, wo viele „nicht veganer“ sind? Ich kann tlw. Den Geruch nicht ertragen, will mich aber auch nicht aus allen sozialen Aktionen rausziehen. Habe daran gedacht einfach viel vegan mitzubringen und zu inspirieren, weiß aber trotzdem nicht, ob der Abend für mich dann nicht eher stressig und traurig wird. Wie machst du das?

    Sorry für die schlimme Ausdrucksweise, bin grade unterwegs und voll übermüdet😂 danke für deinen tollen Beitrag. Er hat mir auf jeden Fall geholfen!!!

    • Hallo liebe Franziska,

      danke fürs Teilen deiner Erfahrungen!

      Das stimmt, es ist wirklich nicht leicht – vor allem ganz am Anfang. Mit der Zeit wird man da definitiv souveräner und lässt Vieles nicht mehr so an sich rankommen. Insbesondere die typischen Ausreden wie „Ich könnte das nie“… da bringt es einfach nichts, sich auf eine Diskussion einzulassen.

      Aber es ist ein Prozess und ich hoffe, meine Tipps können dir diesen Weg etwas erleichtern. Es ist definitiv hilfreich, Gleichgesinnte zu finden und seinen Kreis an Verbündeten zu vergrößern. Vielleicht findest du ja einen veganen Stammtisch in deiner Nähe, o.Ä.

      Ich bin ganz ehrlich: Mittlerweile stehe ich fest zu meinen Werten und würde auf eine Grillfeier, wo Tiere auf dem Grill landen, nicht mehr gehen. Das heißt nicht, dass ich mich aus sämtlichen sozialen Events ausschließe, aber so ein Grill-„Fest“ wäre mir persönlich zu extrem und es wäre mehr Stress als Spaß. Mittlerweile habe ich aber auch super viele vegan lebende Freunde und das macht soziale Veranstaltungen um Einiges angenehmer und schöner. Und das wünsche ich mir auch für dich!

      Also bleib dran, geh deinen Weg, inspiriere dabei und steh zu deinen Werten <3

      Liebe Grüße
      Sofia

  • Bin auch eben auf den Artikel gestoßen.
    Ich ernähre mich seit 1 Jahr vegetarisch und nun nach und nach vegan…. oft ist es mit nicht vegetarisch/vegan lebender Familie nicht so einfach. Auch das Kochen stellt mich täglich vor grosse Herausforderungen.
    Aber ich bleibe dran.
    Mein Mann muss ich sagen ist absoluter Fleischesser. Dennoch hat er meine Entscheidung überraschend positiv aufgenommen und unterstützt mich auch wirklich super! Missionieren war zwecklos und führte nur zum Streit darum haben wir uns darauf geeinigt jedem das seine 🙂
    Beim rest der Familie oder Bekannten ist mein Lebenswandel noch nicht so präsent und wird auch nicht hinterfragt. Ab und an gibt es ein paar ,,lustige,, Witze aber naja damit muss man wohl leben können. Das Fleisch zubereiten an sich habe ich wirklich eingeschränkt (zum Leidwesen meines Mannes)… aber es kostet mich Überwindung Fleisch zuzubereiten. Abschmecken geht auch nicht… das erfordert Übung. Aber auch hier auf der Seite finde ich viele Tips. Danke dafür! Schön dass es so etwas gibt.

    • Hallo Gulvie, danke dir fürs Teilen deiner Erfahrungen.

      Wir finden es so toll, dass du dein Essverhalten hinterfragt und trotz „Gegenwind“ aus deinem Umfeld etwas verändert hast.

      Bleib weiterhin stark und geduldig und lass dich nicht unterkriegen!

      Ganz liebe Grüße ?

  • Habe heute Deinen Artikel entdeckt und mich beim lesen darin total wiedergefunden.
    Bin schon lange aus ethischen ( und klimatechnischen ) Gründen vegan lebend, meine komplette Familie und Freunde nicht.
    Am meisten macht es mich traurig, dass meine beste Freundin mich noch kein einziges mal nach meinen Beweggründen gefragt hat. Es tut mir immer sehr weh, wenn ich bei Ihr bin und sie sich ein riesen Glas Milch einschenkt oder mir erzählt wie süß sie Kühe findet.
    Dann würd ich sie am liebsten fragen, ob sie eigentlich weiß, was mit diesen wundervollen Geschöpfen angestellt wird und mit den vielen „produzierten“ armen Kälbern…..
    Aber ich traue mich einfach nicht. Aber es belastet mich immer mehr, dass von Ihrer Seite null Interesse ist und auch von meiner Familie nicht.
    Es hat gut getan Deinen Artikel zu lesen und mir geht es so wie vielen anderen, ich würde am liebsten alle durchschütteln und fragen, ob es Ihnen denn egal ist wie Tiere behandelt und gequält werden und wie das Klima leidet…
    Liebe Grüße K.

    • Liebe Kerstin,
      So gerne! Und auch dir besten Dank fürs Teilen deiner Erfahrungen.
      Wir finden es so toll, dass du dein Essverhalten hinterfragt und trotz „Gegenwind“ aus deinem Umfeld etwas verändert hast. Schön auch, dass wir dir mit unserem Artikel zeigen konnten, dass du mit der Situation nicht alleine bist.
      Bleib weiterhin stark und geduldig und lass dich nicht unterkriegen!
      Ganz liebe Grüße ?

  • Halli Hallo,
    durch den Lockdown habe ich i. M sehr viel Zeit zum lesen. Was dazu führt, dass ich mich noch tiefer damit beschäftige vom Vegetarier zum Veganer zu werden, nach und nach ohne Druck und ohne meine Frau und meine beiden Kinder zu überforfern. Die sind auch größtenteils Omni.
    Nur was mich oft schlaflos macht ist das wie die normale Bevölkerung damit um geht. Das schreit doch zum Himmel. Das macht mich aggressiv und verzweifelt zu gleich. In meiner Großfamilie sind alle gläubig und wenn ich sage: Du sollst nicht töten! Töte ich auch keine Tiere mehr. Im Yoga heißt es wunderbar ahimsha = Gewaltlosigkeit allem gegenüber.
    Ich werde dann als Spinner abgestempelt oder es heißt ich habe eine Ersatzreligion.
    Oh man es fällt mir so schwer meinen Mund zu halten. Ich habe unsere Gäste WC mit Tier Rechte Flyer geschmückt etc. Ich möchte am liebsten raus und jeden persönlich wach rütteln mit Bildern etc.
    Ich stecke so voll mit Wut.
    Was kann ich tun, wir werde ich bezüglich diesen Themen entspannter?
    Ich freue mich, dass wir uns hier austauschen dürfen und du uns sogar noch Ratschläge gibst.
    Solche Engel auf Erden brauchen wir heute ganz dringend.

  • Hey ho, vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit veganer Ernährung in einem Umfeld von Menschen, die deiner Ernährung eher kritisch gegenüberstehen, geteilt hast.
    Ich bin in einer Familie groß geworden, in der Fleisch essen sehr geschätzt wird und nicht wegzudenken ist. Das liegt vor allem auch daran, dass mein Onkel Jäger ist und es bei ihm kein Essen ohne Fleisch gibt. Als ich nun langsam begann mir um meine Umwelt Sorgen zu machen und anfing immer weniger Fleisch zu essen und mich schließlich zu einer veganen Ernährung entschloss , war das Unverständnis zu Beginn groß und besonders von meinem Onkel und seinen Söhnen musste ich mir bei jedem Besuch neue Veganerwitze- und Klischees anhören. Da ich nur über meine Ernährungsumstellung gesprochen habe, wenn es nötig war und auch die Kommentare seitens meiner Famile mit Humor nahm und nie aggressiv den Fleischkonsum meiner Familie angegangen bin , waren die Familienfeiern weitesgehend entspannt und mit der Zeit gingen wir immer mehr Kompromisse ein und meine Ernährung wurde sogar von meinem Jägeronkel akzeptiert. So hat sich über die Jahre mittlerweile etabliert, dass es sogar mindestens ein veganes Gericht gibt und meine eigentlich fleischliebende Familie die veganen Gerichte richtig lecker finden. Wenn wir auf das Thema Veganismus kommen, wird es meistens von meiner Familie angefangen und nur dann erkläre ich ihnen warum ich kein Fleisch mehr essen müsse und erzähle ihnen warum der Fleischkonsum ein Problem für einen selbst und auch für die Umwelt darstellt.. Trotzdem ist es jedes mal eine Herausforderung als einziger mit seiner Einstellung den Kommentaren und Argumenten pro Fleisch seitens der Familie standzuhalten und dabei gelassen zu bleiben und sich nicht beirren zu lassen.
    Liebe Grüße F

    • So gerne! Und auch dir besten Dank fürs Teilen deiner Erfahrungen.
      Ich finde es so toll, dass du dein Essverhalten hinterfragt und trotz „Gegenwind“ aus deinem Umfeld etwas verändert hast.
      Schön, dass ihr als Familie Kompromisse gefunden habt, mit denen jeder zufrieden ist.
      Bleib weiterhin stark und geduldig und lass dich nicht unterkriegen!
      Ganz liebe Grüße
      Sofia

  • Sehr schöner Artikel und gute Tipps dabei bei mir ist es so bei mir wissen es meine Eltern und Verwandten noch nicht es weiß kaum leute das ich vegan bin auch keine Arbeitskollegen. Für meine Eltern ist die Ernährung zu gesund und die Großeltern haben damals für Fleisch gekämpft.

    • Vielen Dank lieber Rene!
      Ich freue mich, dass dir der Artikel gefällt und hoffe, dass ich dir mit meinen Tipps etwas weiterhelfen konnte. Falls du deiner Familie irgendwann eröffnest, dass du deine Ernährung auf rein pflanzlich umgestellt hast, hast du schon mal ein paar nützliche Strategien an der Hand, wie du mit Spannungen aus dem Familienkreis umgehen könntest. Aber vielleicht wird das auch nicht nötig sein, man weiß ja vorher nie ganz sicher, wie andere reagieren 🙂
      Liebe Grüße!

    • Huhu ?
      Ganz gespannt lese ich deine Beiträge und fand dabei auch diesen blogpost. Der Grund weswegen ich dir schreibe, ist die Hoffnung darauf, dass du mir einen „klick Moment“ verschaffst. Ich lebe seit geraumer Zeit vegan und habe natürlich schon die eine oder andere anfeindung deswegen erlebt. Jetzt stehe ich vor einem kleinen Problem und zwar ist es so, dass die schwiegerfamilie etwas weiter weg wohnt und aus diesem Grund immer gleich wochenweise zu Besuch kommt. Genau dieser Teil der Familie ist es jedoch, der mich immer wieder laut kritisiert. Jetzt stehe ich in einem inneren Kampf mit mir und weiß nicht wie ich die Zeit des Besuchs überstehen soll. Es ist davon auszugehen, dass meine Schwiegereltern nicht nur ihre eigene Wurst mitbringen sondern auch auf Kuhmilch bestehen und ich habe überhaupt gar keine Lust diese Dinge zu kaufen, oder in meinem Kühlschrank bzw. auf meinem Esstisch zu sehen.. wie komme ich aus der Nummer raus? Ich will niemanden belehren und erst recht nicht meine essweise anderen Leuten vorschreiben ?
      Was kann ich tun?
      Liebe Grüße
      Christina

      • Liebe Christina,
        danke für deinen Kommentar und dein Vertrauen!
        Puh, das ist wirklich keine einfache Situation. Ich möchte dir so gerne helfen und hätte am liebsten die perfekte Lösung für dich parat, aber ich denke, vor allem was das Zwischenmenschliche angeht, gibt es diese selten.
        Gerne teile ich aber meine ganz persönliche Ansicht mit dir. In der Hoffnung, dass sie dir vielleicht weiterhilft:
        Erstens wäre interessant zu wissen, wie dein/e Partner/in deiner veganen Lebensweise gegenüber steht. Vielleicht kannst du vorab mit ihm/ihr das Gespräch suchen und ganz offen deine Sorgen teilen. Am besten überlegt ihr euch schon vorher, wie ihr mit eventuellen Spannungen mit der Schwiegerfamilie umgehen wollt. Auch wenn dein Partner kein Fan einer veganen Ernährung sein sollte, ist er doch sicherlich ein Fan von dir 🙂 Daher sollte er dein Verbündeter sein und nicht zulassen, dass seine Familie dich runter macht.
        Deinen Einkauf hast du aber in der Hand und wenn es nicht deinen Werten entspricht, Tierprodukte einzukaufen, dann musst du das auch nicht. Aber natürlich kannst du auch niemandem vorschreiben, wie er zu essen hat. Daher könntest du mal in dich gehen und dir überlegen, ob du bereit für einen Kompromiss bist. In diesem Fall könnte das so aussehen, dass du zwar nichts Tierisches kaufst, aber für den Zeitraum des Besuchs duldest, dass diese Produkte in eurem Kühlschrank stehen.
        Am allerwichtigsten finde ich aber, dass du mit deinem Partner ins Gespräch kommst.
        Ich hoffe, ich konnte für ein paar „Klicks“ sorgen und wünsche dir trotz allem eine schöne Zeit mit deiner Schwiegerfamilie 🙂
        Liebe Grüße
        Sofia

        • Ganz lieben Dank für deine schnelle Rückmeldung ❤️
          ..über mein Partner darf ich nicht schlechtes sagen, er unterstützt mich wo er kann und steht immer hinter mir und verteidigt „unsere“ Lebensweise ggü. seiner Familie (er lebt Omni, bevorzugt aber oft die vegane alternative und Zuhause gibt’s nur vegan)
          Ich denke, genau wie du es vorschlägst, wird es laufen müssen.. ich habe noch einen weiten Weg vor mir und muss mich in Toleranz üben. Das ist das schwierigste am veganen Leben ? ..einfach nur als gutes Beispiel voran gehen, stellt mich vor eine harte Probe ??

  • Ganz einfach, ich sage: „Nein danke. Ich krieg davon (Fleisch) Knochenschmerzen das heißt mir tut alles weh.“
    Da hat man Verständnis. und interessiert sich auch für die Zusammenhänge.

    • Danke fürs Teilen! Ist dem denn auch so oder nutzt du diese Aussage als „Vorwand“, um Diskussionen zu verhindern? Jeder hat da eine unterschiedliche Herangehensweise und das ist auch in Ordnung. Ich finde es bloß schade, dass gesundheitliche Gründe i.d.R. mehr akzeptiert werden, als der moralische Aspekt. Ich kann aber auch nachvollziehen weshalb, denn niemand möchte sich verurteilt fühlen…
      Liebe Grüße

  • Hallo liebe Sofia,
    Ich lebe erst seit Kurzem vegetarisch und mittlerweile auch aus gesundheitlichen und ethischen Gründen heraus vegan. Und bisher wissen davon nur wenige aus meinem Umfeld weswegen ich natürlich nicht sagen kann wie diese dazu stehen. Worüber ich sehr froh bin ist, dass mein Partner auch vegetarisch isst da er Tierleid vermeiden möchte. Er wäre sogar bereit mit mir zusammen vegan zu essen.
    Mal schauen wie sich alles weitere ergibt, aber ich bin froh, dass er es so gut aufgenommen hat. Was aber auch daran liegt, dass wir schon seit über 5-6 Jahren ein Paar sind und er meine Einstellung zu gewissen Dingen im Leben auch schätzt, liebt und vor allem kennt. 🙂
    Ansonsten fühle ich mich immer noch sehr seltsam da doch eine große Skepsis herrscht. Momentan sind wir dabei alle fleischlichen Produkte aus unserer Küche zu verbannen, bzw. Verwandten und Familie zu geben da wir natürlich nichts mehr damit anzufangen wissen.
    Im Moment lese ich mich durch etliche vegane Blogs, Foren und verfolge auch unter anderem auf Youtube deinen Kanal. Zudem hat mich die Doku „What the Health“ sehr aufgerüttelt und emotional berührt. Ich würde am liebsten noch so viel mehr über dieses Thema reden, aber ich habe das Gefühl, dass das am Besten bei meinen Liebsten geht da andere mit diesem Thema (verständlicherweise – muss dazu sagen ich lebe in einem Dorf wo es leider auch sehr schwer ist z.B. vegane Milch, Käse oder Joghurt zu bekommen) – für mein Gefühl zumindest – extrem überfordert sind.
    Es tut aber gut einfach mal darüber zu sprechen und ich bin so froh, dass ich nicht mehr für mehr Tierleid verantwortlich bin. Mittlerweile werde ich sehr emotional wenn ich Fleisch sehe und ich glaube ich brauche auch meine Zeit damit umzugehen da ich mit dieser Ernährung erst vor Kurzem (2-3 Tagen) begonnen habe. Momentan sind noch alle möglichen Gefühle wie Freude auf die vegane Ernährung, Verwirrung und teils auch Überforderung durch die Reaktion aus dem Umfeld und auch leichte Angst da ich hoffe, dass alle meine Freunde (die mir alle sehr am Herzen liegen) gut mit dieser Ernährungsumstellung umgehen könnten.
    Danke, dass du dir die Mühe machst so viele tolle Rezepte auf Youtube online zu stellen (und vielleicht auch hier? Ich weiß es noch gar nicht da ich bisher nur diesen Artikel gelesen habe) und vor allem so gute Ratschläge und Tipps auf deinem Blog gibtst. Das hilft mir echt sehr bei der Umstellung.
    Was mich aber stolz macht ist, dass mir bisher eigentlich jedes vegane Rezept gelungen ist. Zwar war das bisher nicht so viel (vegane Sahne aus Erdnuss, Öl und Wasser, vegane Frikadellen aus Bohnen, Zwiebeln, usw. und meine vegane Milch aus Haferflocken, Zuckerrübensirup und Wasser die ich morgens immer in meinen Kaffee und meine Haferflocken gebe) doch ich finde es toll was es für schöne und vor allem auch günstige Alternativen gibt da ich zugegeben auch nicht gerade das größte Budget habe. 🙂
    Ansonsten beende ich erst mal meinen Roman, aber es tat gut sich das alles von der Seele zu sprechen.
    Danke für deinen Blog und die tollen Themen in die ich mich jetzt auch nach und nach vergraben werde. ^^
    Liebe Grüße
    LadyC.

    • Hallo liebe Lady C und liebsten Dank fürs Teilen ♥
      Ich freue mich zu hören, dass du dich für eine Umstellung auf vegan entschieden hast und dein Partner dich dabei unterstützt. Das ist wirklich eine großartige Hilfe!
      Dass man sich anfangs etwas komisch und wie ein Außenseiter fühlt, ist glaube ich ganz normal. Vor allem, wenn im Umfeld viele mit Unverständnis reagieren, kann das unangenehm sein. Aber aus Erfahrung kann ich dir versichern: Je sicherer du dir indem wirst, was du tust, desto mehr wird dieses seltsame Gefühl verschwinden.
      Ich habe anfangs gedacht, ich bin anders und für die anderen irgendwie komisch. Aber irgendwann habe ich begonnen zu sehen, dass Pflanzen essen nicht abartig oder extrem ist, sondern Tiere bzw. Tierprodukte zu konsumieren.
      Toll, dass du so viel liest, Dokus schaust und dich mit der Thematik beschäftigst. So kannst du kompetent reagieren, wenn dich jemand mit irgendwelchen Mythen konfrontiert und lässt dich nicht verunsichern oder gar von deinem Weg abbringen.
      Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Freude beim Stöbern auf meiner Seite und beim Ausprobieren der Rezepte ♥
      Schön, dass du her gefunden hast 🙂

  • Hallo Sofia,
    erst einmal vielen Dank für Deinen überaus wichtigen Artikel, wie ich finde. Ich bin jetzt zwar geschätzt momentan erst zu etwa 80% Vegan und davon 95% vegetarisch (ich war bis vor einem halben Jahr noch krasser Omnivorer), kann aber bisher sagen, dass meine Ansprache zu Hause, dass ich als Ziel Vegan mit viel Rohkost vor augen hab, zwar erst meine Familienmitglieder überrumpelt hat, aber im nachhinein sehr positiv empfunden wurde, weil ich auch vermehrt viel öfter neue leckere und gesunde Mahlzeiten vorlebe und anbiete. Meine Eltern waren zwar erst skeptisch, aber dann auch interessiert, weil ich viele Dinge genannt, die sie auch nicht so wussten.
    Schwierig find ich es draußen auf dem Weihnachtsmarkt, bei Veranstaltungen und bei uns in der Kantine.
    Auf dem letzten Weihnachtsmarkt war nichts veganes dabei. Vegetarisch war zumindest an einem Stand etwas für mich dabei. Sonst glaube ich, kann man sich als richtiger veganer tatsächlich von solch einer öffentlichen Veranstaltung verabschieden,wenn man nichts selbst mitnimmt, was in dem Falle ja auch nicht so schön ist 🙁
    Bei irgendwelchen Veranstaltungen, wo es auch essen gab, habe ich meine persönliche grenze zumindest für den Anfang versucht, auf vegetarisch zu ziehen. Doch manchmal wird es auch schwierig, wenn man nicht verhungern will oder nur ein Brötchen ohne alles essen möchte. In der Kantine bin ich regelrecht am Salatbuffet gefesselt, da die gerichte auch nur maximal vegetarisch sind. Dort sind ja immer irgendwelche Pulversoßen mit drin, die mit Sicherheit auch nicht vegan sind. Nur die gemüsebeilagen so essen, finde ich auch die Dauer auch nicht so das Wahre.
    Ich bin jetzt auch nicht überall rumgelaufen und habe gesagt: Hey, ich ernähre mich nur noch vegan, Ich versuche mir draußen die Mahlzeiten so pflanzlich wie möglich zu halten und dabei fällt mir auf, dass man spätestens sich als veganer so fühlt, als würde man ein Schlag ins Gesicht bekommen. Zumindest kann man noch gut von Fleisch und Fischlosen Mahlzeiten ausweichen, aber immer ist da etwas von Milch oder Ei drin.
    Den Fehler, leute missionieren zu wollen oder irgendwelche Diskussionen oder Angriffe anfangen, habe ich nie gemacht, weil ich nicht nur die Tierwelt respektiere, sondern auch immer noch all meine Mitmenschen, die sich nach wie vor omnivor ernähren wollen oder nur bis vegetarisch gehen wollen oder können.. Da bleibe ich tolerant. Ich merke auch, wie wenig präsent das Thema Ernährung bei vielen ist. Manchmal würd ich gerne jeden wegen der Ernährung anquatschen, aber verkneif es mir, weil mir klar ist, dass die meisten sich gar nicht damit beschäftigen wollen.
    Ich kannte hin und wieder vegetarier, die mich auch damals wegen meines Fleischkonsums angegriffen haben. Als jemand, der andere nur nervt, möchte ich definitiv nicht enden 🙂
    Ich muss auch sagen, dass ich mich lange nie mit den Details so richtig beschäftig hab, wie es mit der Massentierhaltung ist und kannst nur die Frage: Tier schlachten und essen oder nicht. Und das mit der Milch und dem Ei sei nicht so schlimm… dachte ich jedenfalls lange Zeit. Ich glaube, fast alle wissen die Details auch nicht bzw. haben keine Lust sich damit so richtig zu beschäftigen, weil sie ihre bisherige Ernährung nicht verlassen möchten. Deshalb würde ich nie mit der Ethik ankommen, wenn ich nicht wirklich danach gefragt werde. Wenn ich angebe, dass ich aus gesundheitlichen Gründen, was ja primär auch stimmt, auf vegan umstelle, bekomme ich eher gute Resonanz oder die Junkfoodfreaks, mit denen ich gesprochen habe nehmen es einfach so hin 🙂
    Man kann auch schlecht irgendjemanden einen Vorwurf machen, der nicht vegan leben will, weil die meisten gar nicht die Tierwelt mit den Menschen gleichstellt. Lange Zeit, war es auch normal, dass in Amerika Afrikaner als Sklaven gehalten wurden. Da es den Amerikanern damit gut ging, hat kaum einer das System kippen wollen. Irgendwann erkannten immer mehr Menschen, dass Afrikaner in Amerika das gleiche Recht in Freiheit zu leben haben. vielleicht denken bald immer mehr Menschen so über die Tiere, aber lange Zeit sah ich die tiere und ihre Produkte als meine Nahrungsmittel. Nun weiß ich aber, dass ich in Deutschland die Wahl habe, mich rein pflanzlich zu ernährung und dass es gesundheitlich und ökologisch von vorteil ist. Nur den weiteren Schritt richtung frutarisch finde ich zu krass. Das Töten vieler Mutterpflanzen für meine Ernährung werde ich weiterhin in Kauf nehmen 🙂
    Einfach widerum finde ich es zumindest, wenn ich mit der Familie ein Restaurant wählen kann. Da weiß ich, was ich bekommen kann.

    • Hallo Huy,
      danke für das nette Feedback zu meinem Artikel und das Teilen deiner Erfahrungen!
      Schön zu hören, dass deine Familie deine Ernährungsumstellung positiv aufgenommen hat und sie offen für Neues sind. Das liegt ganz bestimmt auch an deiner Herangehensweise, das Ganze vorzuleben und mit leckeren Rezepten von der Vielfalt der veganen Ernährung zu begeistern – statt ihnen deine Meinung aufzudrücken.
      Ja, das auswärts essen ist nicht immer einfach und stellt vor allem anfangs eine der größten Herausforderungen dar. Mit steigender Nachfrage wächst natürlich auch das Angebot und so gibt es auf Weihnachtsmärkten, in Kantinen, usw. immer mehr pflanzliche Gerichte. Aber leider eben noch nicht flächendeckend. Man sollte sich meiner Ansicht nach nicht zurückhalten, sondern aktiv Anregungen machen, um zu zeigen, dass Bedarf besteht. Genauso ist ein offener Diskurs über die ethischen Aspekte wichtig, um das Bewusstsein bei anderen für die Thematik zu wecken.
      Weiterhin viel Freude mit der veganen Ernährung und beste Grüße!

  • Hallo liebe Sofia und lieber Jose,
    manchmal kommt diese Art von Blog-Thema genau zur richtigen Zeit.
    In 4 Jahren veganer Lebensweise habe ich mir meine Strategie und meinen Umgang mit meinen omnivoren Freunden und Mitmenschen zurecht gebastelt und wende den Weg der sanften kulinarischen Überzeugung an.
    Wenn es den Leuten schmeckt, dann kommen die Fragen, die ich will:
    “Wie hast Du das gemacht?” oder “Kann ich das Rezept haben?”.
    Schwupps ist man(n) im Thema.
    Dann gehe ich zum Saisonabschluss des Handball-Jahrganges meines Sohnes und muss erleben, wie sich so viele Eltern und Kinder, ohne mit der Wimper zu zucken, die billigsten Würstchen und die chemischen, ewig haltbaren, Milch-Hotdog-Brötchen einverleiben.
    So als würde es keine Fernsehreportagen, kein YouTube und keine Lebensmittel-Alternativen geben.
    So viele Menschen sind überhaupt nicht im Thema. Das war so erschreckend für mich.
    Und dann lese ich am nächsten Tag Deinen Blog-Beitrag und die Welt war wieder ein Stück weit in Ordnung.
    Als Avantgarde einer lebensrettenden Ernährungsweise müssen wir das wegweisende Licht weiter kräftig hochhalten und sanft Druck ausüben mit tollen Rezepten.
    Als Mann nervt mich oft sehr stark die angeblichen maskulinen, stereotypen Handlungen rund um das Fleisch in einer Männerrunde. Da möchte ich zum Schluss noch sagen, ist mir Jose oft ein Vorbild, weil er auch so unaufgeregt einfach vegan lebt.
    Bleibt gesund Ihr Beide.
    Liebe Grüße von René.

    • Hallo lieber René,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich, dass der Beitrag dich zur rechten Zeit erreicht hat ♥
      Deine Herangehensweise finde ich wirklich super! Du verurteilst nicht, sondern inspirierst und machst andere auf positive Art und Weise neugierig für den veganen Lebensstil! Ich kann mich noch erinnern, dass du bei dir in der Postfiliale immer ein paar Broschüren parat hast, falls jemand mehr wissen möchte 🙂
      Ich kann deine Frustration über dieses unbewusste Essverhalten total nachvollziehen, es macht mich auch manchmal sehr traurig. Aber es ist toll, dass du nicht aufgibst und deine positive Botschaft weiter nach außen trägst. Deine Food Fotos sind der Wahnsinn und KÖNNEN nur inspirieren ♥
      Auf ein neues Männerbild – empathisch, einfühlsam und stark in der Umsetzung seiner Wertvorstellungen!
      Liebe Grüße – auch von Jose 🙂

  • Hallo, Sofia, genau so, wie du beschreibst, geht es mir gerade. ich habe Auseinandersetzungen mit meiner Familie – Deine Tips helfen mir auch, genauso wie viel Information, den Vorurteilen zu begegnen. Ich lebe noch nicht lange vegan, aber schon längere Zeit vegetarisch. Ich habe festgestellt, daß mir diese Ernährungsform nicht nur besser gefällt, sondern auch gut tut. Ich denke, ich werde noch weitere Deiner Vorschläge versuchen, in meinen Alltag zu integrieren, auf daß sich die Situation etwas entspannt. Aufgeben möchte ich jedenfalls auf keinen Fall 🙂 Danke für den hilfreichen Artikel! 🙂
    Viele Grüße
    Britta

    • Hallo Britta,
      danke für deinen lieben Kommentar.
      Ich freue mich, dass ich dir mit den Tipps etwas weiterhelfen konnte. Je besser man informiert ist, desto sachlicher kann man auf Kritik reagieren. Oftmals stellt sich heraus, dass die Zweifler keine fundierten Argumente haben, sondern einfach bloß mit Vorurteilen um sich werfen.
      Der beste Beweis, dass du auf dem richtigen Weg bist, ist doch, dass dir die pflanzliche Ernährung gut tut. Darüber sollte sich deine Familie theoretisch freuen. Ich hoffe, dass sich die Situation etwas entspannt, die anderen brauchen vielleicht einfach etwas mehr Zeit, um mit der Veränderung klar zu kommen. Ich drücke dir die Daumen ♥
      Viele liebe Grüße
      Sofia

  • Hallo Sofia
    Ich stosse vor allem bei Meinem Mann so extrem auf Widerstand, so, dass ich es noch nicht richtig geschafft habe, mich rein vegan zu ernähren aber ich versuche, so gut es geht, auf tierisches zu verzichten. Esse seit Januar kein Fleisch mehr und hatte auch noch nie wirklich Lust darauf. Aber es ist täglich ein Kampf mit meinem Mann, da ich arbeite und er nicht, ist er der Hausmann und somit Koch. Meine Bitten kommen meistens nicht an. Dann ist da noch meine Schwägerin, die Schwester meines Mannes, die erzählt dann ständig davon, dass ihre Enkelin wegen Endiometrose scheinbar fast nur Fleisch essen dürfe, vom Arzt aus und es ihr jetzt viel besser gehe usw. Meinen Eltern habe ich es noch gar nicht gesagt. Wir haben nicht so eine gute Beziehung und ich denke, das wäre ihnen sogar noch völlig egal, sie wüssten wohl nicht einmal, was es ist. Im Geschäft habe ich eigentlich noch nicht wirklich was negatives gehört, allerdings ist es schwierig, da ich in der Mensa esse. Würde ich mein Essen mitnehmen müsste ich jeden Tag alleine essen, was ich auch nicht möchte, möchte nicht immer alleine sein.

    • Hallo liebe Katharina,
      das ist echt keine schöne Situation.
      Hast du deinem Mann schon einmal in einem ernsten Gespräch erklärt, wieso du dich vegan ernähren möchtest und weshalb dir seine Unterstützung wichtig ist? Er muss sich ja nicht vegan ernähren, sollte deine Entscheidung jedoch respektieren. Ein Kompromiss könnte sein, dass die Grundlage eurer Mahlzeiten rein pflanzlich ist und er sich eben dazu kocht, was er gerne essen möchte – ob Fleisch, Eier usw. So könntet ihr gemeinsam essen, aber eben jeder so wie er möchte.
      Wenn du dir etwas mit zur Arbeit nimmst, kannst du es doch trotzdem in der Mensa essen. Wenn du etwas kaufen musst, um dort essen zu dürfen, könntest du z.B. einen Beilagensalat kaufen und den zusammen mit deinem mitgebrachten Essen essen.
      Wenn du keine gute Beziehung zu deinen Eltern hast und es ihnen egal ist, musst du das Thema ja nicht unbedingt ansprechen. In diesem Fall würde ich mir bei gemeinsamen Familienessen -falls so etwas bei euch vorkommt- einfach etwas mitbringen und es nicht thematisieren.
      Bleib auf jeden Fall dran, auch wenn du dich manchmal alleine fühlst. Du tust dir und deiner Umwelt etwas Gutes und vielleicht inspirierst du andere ja doch noch, sich zumindest mit der Thematik auseinanderzusetzen ♥
      Viele liebe Grüße
      Sofia

  • Hallo Sofia,
    ich bin 5 Jahre vegan. Am Anfang wollte ich auch jedem mitteilen, wie toll es mir dabei geht oder welche neuen Erkenntnisse ich rausgefunden habe. Das ging nach hinten los. Keiner wollte darüber etwas wissen. Verständnislosigkeit und dumme Sprüche muss ich mir sogar heute nach 5 Jahren noch ab und zu anhören. Obwohl ich nichts mehr sage. Mein Mann ist noch nicht ganz vegan aber er will kaum noch Fleisch essen. Meiner 14 Jährigen Tochter ist es peinlich eine vegane Mutter zu haben und bei der Arbeit hat fast keiner Verständnis für die vegane Lebensweise. Bei gemeinsamen Frühstück bringe ich mir mein Essen selber mit. Zur Weihnachtsfeier bemüht sich mein Chef allerdings, dass ich ein veganes Menue bekomme und wenn jemand zum Geburtstag etwas ausgibt, gibt es auch 2 – 3 Personen die mir etwas veganes mitbringen. Das finde ich immer total nett und freue mich darüber. Persönlich kenne ich keinen weiteren Veganer. Man ist schon irgendwie in dieser Hinsicht ein Aussenseiter, aber das ist mir egal. Ich denke manchmal sogar, warum hast du das nicht schon früher alles gewusst.
    Liebe Grüße
    Angela

    • Hallo Angela,
      super, dass du dich schon seit 5 Jahren vegan ernährst ♥
      Das mit den doofen Sprüchen ist total schade, aber es zeigt, dass deine Ernährungsweise andere Menschen beschäftigt oder zumindest etwas in ihnen auslöst. Solche Sprüche sind ja oftmals eine Abwehrreaktion und die Menschen wollen sich für ihre Gewohnheiten rechtfertigen. Es zeigt also, dass sich etwas in ihnen gerührt hat. Hoffentlich wird der ein oder andere sich mit dem Thema auseinandersetzen und irgendwann auch gesünder essen und leben. Das kann man ja vorher nie so genau sagen 🙂
      Du bist vielleicht in deinem direkten Umfeld noch eine „Außenseiterin“, aber zum Glück kann man sich heute ja online mit Gleichgesinnten vernetzen und austauschen und ist nicht auf Nachbarn oder Kollegen angewiesen.
      Zieh weiter dein Ding durch, ich finde es toll!
      Viele liebe Grüße
      Sofia

  • hallo sofia!
    früher hab ich alles gegessen,hab sogar käse selbst hergestehlt.
    doch dann kamm es zu einen Mittagessen auf das ich mich schon sehr freute,habe mit liebe ein rindsgulasch gekocht,ich schob die gabel Richtung mund und es würgte mich,ich konnte ab diesen moment kein Rindfleisch mehr richen und der rest an fleisch folgte sehr rasch.ich wollte für meine Familie käse herstehlen und bei dem Geruch der milch ging es mir wie beim fleisch.aber der schlimmste Geruch sind eier.jeder erklärte mir das ist nur Einbildung und versuchten für mich zu kochen ohne das ich wusste was drinnen ist,ich habe mich übergeben.du wirst noch sehen was du davon hast,mangelerscheinung und Knochenschwund wirst du bekommen,der mensch muss fleisch essen.erst jetzt nach drei jahren sehen mein mann und mein bruder das es mir mit der jetzigen Ernährung viel besser geht,habe 25 kilo abgenommen,hab entlich meinen zucker und mein colesterin im griff und schaue um etliches jünger aus.nur die frau von meinem bruder bringt mir immer noch kuchen und Brathühner ins haus und wartet das ich esse aber da bekommt glücklicherweise immer mein mann extrem hunger obwohl er vorher gegessen hat:) .hast du schon gehört das man schweinegelatine braucht damit man keine knochenbrüche bekommt,der Kommentar von der frau meines Bruders.ich finde es gibt nichts besseres als vegan.

    • Hallo Andrea,
      danke fürs Teilen deiner Geschichte.
      Wow, da hast du aber eine extreme Wandlung gemacht. Ist es ganz plötzlich zu dem Ekel gekommen oder gab es irgendeinen (bewussten) Auslöser dafür?
      Ich freue mich total zu hören, dass es dir mit einer pflanzlichen Ernährung viel besser geht und du sogar dein Übergewicht loswerden konntest. Du bist ein gutes Vorbild für dein Umfeld und vielleicht inspirierst du ja sogar irgendwann deine Schwägerin gesünder zu essen 🙂
      Ne, das mit der Gelatine hab ich noch nicht gehört. Dafür aber, dass wir unbedingt Kuhmilch trinken müssen, um starke Knochen zu bekommen. Dieser Irrglaube hat sich bei vielen festgesetzt und es muss noch viel Aufklärung betrieben werden. Ich bleibe weiterhin dran 🙂
      Viele liebe Grüße und lass es dir gut gehen!
      Sofia

  • Hallo Sofia, dein aktueller Blogpost hat mir sehr sehr gut gefallen. Ich habe die meisten „Probleme“ bei meinen Arbeitskolleginnen. Da kommen dann so Sprüche wie „was isst du denn dann nur?“ so nach dem Motto: du Arme, du tust mir aber leid. Der Spruch ist auch immer wieder zu hören: „wie du das kannst, immer auf alles zu verzichten“ (das das aber gar kein Verzicht darstellt, wollen die einfach nicht hören, mittlerweile habe ich aufgegeben mich zu erklären) und wenn jemand ein Frühstück gibt wird entweder gar nicht für Alternativen gesorgt oder wenn doch, was mich natürlich sehr sehr freut, kommen trotzdem immer noch diese Seitenhiebe wie „tja, hoffentlich kriegen wir dich satt“. Und ich spüre diese Blicke von der Seite bei jedem Bissen. Ich werde beobachtet und fühle mich wie ein Alien. Meine mitgebrachten Speisen, Smoothies und Säfte werden verbal auseinandergenommen und kommentiert. „Ingwer? Kurkuma? Avocado? Wie schmeckt das denn? Wo kann man das denn kaufen? Was macht man damit? Wofür soll das gut sein? Das ist aber bestimmt alles teuer, aufwendig und anstrengend. Und deine Kinder? Was machst du denn mit denen?! Die Armen! Die mögen das doch bestimmt nicht. Das wär mir viel zu zeitaufwendig. Ne, ich hab meine Zeit doch nicht im Lotto gewonnen… Es gibt Zeiten, da prasseln solche Kommentare an mir ab, aber manchmal verschenke ich auch abschätzende Blicke und Kommentare. Mittlerweile sag ich gar nichts mehr!!! Es lohnt sich einfach nicht, denn in dieser Zeit kümmere ich mich lieber um meine armen Kinder :-)) liebe Grüße, Sabine

    • Hallo liebe Sabine,
      ich danke dir für deinen Kommentar ♥
      Diese Situationen auf der Arbeit, vor allem wenn gemeinsam gefrühstückt wird, kenne ich nur zu gut. Du musst dich nicht für deine Ernährungsweise rechtfertigen und ich würde auch an deiner Stelle nicht meine Energie verschwenden. Wenn jemand wirklich interessiert ist, wird er dir eine ernst gemeinte Frage stellen, die du ganz sicher auch gerne beantwortest. Diese Sprüche werden oftmals nur gebracht, um sich besser zu fühlen, denke ich.
      Es ist schade, dass du so behandelt wirst. Aber positiv betrachtet könnte es man ja auch so sehen: Du thematisierst dein Essverhalten nicht und trotzdem berührt es andere – was sich leider in den doofen Sprüchen äußert. Irgendwie beschäftigt das Thema andere also doch und man weiß nie, wie sich dieser Impuls später noch auswirken wird. Vielleicht bringt es doch jemandem zum Nachdenken und im besten Fall zu einer positiven Veränderung. Auch, wenn du im Moment davon nichts mitbekommst.
      Genau, kümmer du dich um deine „armen“ Kinder und genießt die gesunden Leckereien zusammen 🙂
      Viele liebe Grüße
      Sofia

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