Ist Soja gesund oder ungesund? Das sagt die Wissenschaft!

Zuletzt aktualisiert am 20/10/2021 von Sofia (Iss Happy) (35 Kommentare)

Wenn es um Soja geht, gehen die Meinungen oft auseinander. Zumindest, wenn man sich im Internet vermeintliche Expertenmeinungen zum Thema anschaut.

Du hast vielleicht schon gelesen, dass Soja gesund ist und die Hülsenfrucht zu den gesundheitsförderndsten Lebensmitteln überhaupt zählt. Aber vielleicht auch, dass Sojaprodukte alles andere als gesund, sondern eher gesundheitsschädlich sein sollen.

Ich kann mir vorstellen, wie sehr solche widersprüchlichen Aussagen dich verwirren oder sogar verunsichern.

Sollst du Soja nun gezielt in deinen gesunden pflanzlichen Speiseplan einbauen oder doch lieber komplett meiden?

In diesem Beitrag fasse ich für dich den aktuellen Stand der Wissenschaft zusammen und beantworte deine brennende Frage: Ist Soja gesund oder ungesund?

Was steckt drin? Nährstoffgehalt der Sojabohne

Ist Soja gesund oder ungesund? Das sagt die Wissenschaft!

©thananya via Canva.com

Werfen wir zuerst einen Blick auf den Inhalt der Sojabohne. Denn diese zeichnet sich insbesondere durch ihren hohen Proteingehalt von ca. 40% aus. [1] Die Hülsenfrucht ist eine der besten pflanzlichen Eiweißquellen, da sie alle essenziellen Aminosäuren (Eiweißbausteine, die der Körper nicht selbst herstellen kann) enthält. Sojaprotein weist somit eine hohe biologische Wertigkeit auf, d.h. der menschliche Körper kann es sehr gut verwerten.

Für mehr Hintergrundwissen zum Thema Proteine in der veganen Ernährung, schau dir unbedingt diesen Beitrag über pflanzliches Eiweiß an!

Der Fettgehalt der Sojabohne ist mit 40% relativ hoch, jedoch enthält sie einen guten Anteil an den gesunden mehrfach ungesättigten Fettsäuren der Omega-6 und Omega-3 Gruppe.

Außerdem stecken in der Hülsenfrucht noch weitere wertvolle Nährstoffe wie verschiedene B-Vitamine, Eisen, Zink, Magnesium, Kalzium und Kalium.

Des Weiteren sind in Sojabohnen eine bestimmte Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, die Isoflavone, enthalten. Sie sind auch unter dem Begriff „Phytoöstrogene“ bekannt. Diese Phytoöstrogene sind dem menschlichen Östrogen strukturell ähnlich, worauf sich die meiste Kritik an Sojaprodukten bezieht.

Soja und Hormone - ein bisschen Biochemie…

Ist Soja gesund oder ungesund? Das sagt die Wissenschaft!

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Das Hauptargument der meisten Sojakritiker ist, dass die Phytoöstrogene in der Sojabohne an menschliche Östrogenrezeptoren binden können. Das wirft bei dir vielleicht die berechtigte Frage auf, ob die aufgenommenen Phytoöstrogene in unserem Körper aktiv werden und hormonell wirken könnten.

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir einen kleinen Blick in die Biochemie werfen:

Die Phytoöstrogene, die wir in Lebensmittel-Form mit der Sojabohne oder anderen Lebensmitteln aus Soja wie Tofu, Tempeh, usw. aufnehmen, sind an einen Zuckerrest gebunden. Sie müssen im Körper also erst einmal von diesem Zuckerrest getrennt werden, um an die menschlichen Östrogenrezeptoren binden und aktiv werden zu können. 

Dies geschieht jedoch nur zu einem sehr geringen Prozentsatz. Der Großteil verbindet sich erneut mit anderen Molekülen und hat entsprechend eine geringe Bioverfügbarkeit. [2] Phytoöstrogene wirken zudem mindestens 100-fach, meistens sogar 1.000- bis 10.000-fach geringer als unsere körpereigenen Östrogene. [3]

Laut Studien können Phytoöstrogene aber nicht an alle Östrogenrezeptoren in unserem Körper binden. In den meisten Geweben passiert tatsächlich keine Bindung an diese Rezeptoren. [4] 

Ist Soja gesund? Ein Blick auf die Studienlage

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Die kritischen Studien, die sich auf die hormonelle Wirksamkeit von Soja bzw. Phytoöstrogenen beziehen, wurden nicht am Menschen, sondern in der Petrischale durchgeführt. 

Außerdem wurden hierbei isolierte Phytoöstrogene statt Soja in Lebensmittel-Form verwendet. 

Und das kann logischerweise nicht viel über den menschlichen Verzehr von vollwertigen Lebensmitteln aus Soja wie Sojabohnen, Sojamilch, Sojajoghurt, Tofu, Tempeh, etc. aussagen.

Vielleicht denkst du dir jetzt, dass es doch viel sinnvoller wäre, sich Studien anzusehen, die am Menschen durchgeführt wurden.

Diese Studien gibt es auch und sie weisen keinen negativen Einfluss von in Soja enthaltenen Phytoöstrogenen nach. Was mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die natürliche Zusammensetzung der Lebensmittel zurückzuführen ist, im Gegensatz zu isolierten Präparaten wie aus den in vitro-Studien.

In epidemiologische Studien konnte gezeigt werden, dass Menschen, die regelmäßig naturbelassene Sojaprodukte wie Tofu, Tempeh, Sojamilch, usw. essen, ein reduziertes Risiko für bestimmte Erkrankungen aufweisen. Unter anderem für Herz-Kreislauf-Erkrankungen [5] sowie bestimmte Krebsarten wie Prostatakrebs [6] und Darmkrebs [7].

Vielleicht beruhigt es dich auch zu wissen, dass es weltweit keine große Fachgesellschaft gibt, die vom Sojakonsum abrät. Die einzige Personengruppe, die Soja meiden sollte, sind natürlich Allergiker!

Hormonelle Wirkung bei Männern?

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Und dann hast du ganz bestimmt auch schon mal vom Mythos gehört, dass Männern durch regelmäßigen Sojakonsum Brüste wachsen. Immerhin ist Östrogen das wichtigste weibliche Geschlechtshormon…

Studien kommen aber auch hier zu dem klaren Ergebnis, dass Männer durch Phytoöstrogene nicht verweiblichen. Ein regelmäßiger Sojakonsum bei Männern führt weder zur Erhöhung des Östrogenspiegels noch zu einer Senkung des Testosteronspiegels! [8]

Phyto-Östrogene aus Pflanzen und unserer körpereigenes Östrogen sind eben nicht das Gleiche!

Wer sich wirklich Sorgen um Hormone in Nahrungsmitteln macht, sollte eher auf tierische Produkte -insbesondere Kuhmilch- verzichten. Denn hier kommen Östrogen (und andere Hormone) natürlicherweise vor. 

Soja und Schilddrüse

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©Polina Tankilevitch via Canva.com

Dann besteht bei vielen Menschen die Sorge, dass Soja bzw. die darin enthaltenen Phytoöstrogene sich auf die Schilddrüsenfunktion auswirken.

Aber auch hier kann ich dich beruhigen: Bei gesunden Menschen mit normaler Schilddrüsenfunktion und ausreichender Jod-Zufuhr konnten in mehreren Studien keine nennenswerten negativen Auswirkungen von Soja auf die Schilddrüsengesundheit festgestellt werden. [9]

Was aber einen ungünstigen Effekt haben kann, sind isolierte Phytoöstrogene in Form von hoch dosierten Supplementen. [10] Dieses Risiko besteht jedoch nicht beim moderaten Verzehr (1 bis 2 Portionen täglich) von naturbelassenen Lebensmitteln.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sollten bestimmte Punkte beachtet werden. Denn hier produziert die Schilddrüse nicht die ausreichende Menge an Hormonen, weshalb Betroffene die fehlenden Schilddrüsenhormone über Medikamente einnehmen müssen. Und es ist nicht auszuschließen, dass Soja(-produkte) die Aufnahme synthetischer Schilddrüsenhormone beeinträchtigt.

Nahrung -insbesondere mit einem hohen Ballaststoffanteil- kann jedoch im Allgemeinen ähnliche Effekte haben. Es handelt sich also nicht um eine reine „Soja-Problematik“.

Theoretisch müssen Betroffene aber nicht auf Sojaprodukte verzichten, wenn die Schilddrüsenhormone auf nüchternen Magen eingenommen werden. Natürlich sollten Patienten ihren Sojakonsum immer mit ihrem behandelnden Arzt absprechen und ihre Schilddrüsenwerte überwachen lassen. [11]

Ist Soja gesund? Naturbelassene Lebensmittel vs. isolierte Isoflavone

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©itakdalee via Canva.com

Studien, bei denen isolierte Phytoöstrogene eingesetzt wurden, konnten zeigen, dass bestimmte Phytoöstrogene die Herstellung von Schilddrüsenhormonen hemmen können. Diese Hemmung war jedoch in Anwesenheit von Jod umkehrbar.

Es ist bisher noch unklar, ob diese Ergebnisse eine physiologische Relevanz besitzen und auf den menschlichen Stoffwechsel übertragen werden können. Das Bundesinstitut für Risikoforschung rät aufgrund der nicht ausreichend belegten Sicherheit von einer (langfristigen) Einnahme isolierter Isoflavone ab. [12]

Schlussfolgernd ist wahrscheinlich nicht davon auszugehen, dass der Konsum von Sojaprodukten in Lebensmittel-Form zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt. Falls bereits eine Schilddrüsenunterfunktion besteht, sollten Betroffene wie bereits erwähnt ihren behandelnden Arzt über den jeweiligen Sojakonsum informieren. Dieser sollte die entsprechenden Blutwerte überwachen und bei Bedarf die Zufuhr der Hormone anpassen.

Worauf du beim Sojakonsum achten solltest

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Ich hoffe, dass ich deine Frage bezüglich des Gesundheitswerts von Soja beantworten und mit diesem Beitrag etwas Licht ins Dunkel bringen konnte.

Natürlich kannst du dich auch vegan und sojafrei gesund, ausgewogen und nährstoffadäquat ernähren. Es besteht jedoch i.d.R. kein Grund, Sojaprodukte von deinem Speiseplan zu streichen, sofern du keine Unverträglichkeit hast.

Möchtest du gerne Sojabohnen und daraus hergestellte Lebensmittel wie Tofu und Tempeh in deine Ernährung integrieren, dann greife bevorzugt zu Bioprodukten aus der Region. So gehst du sicher, dass die Lebensm ittel nicht pestizidbelastet oder genmanipuliert sind. 

Warum meine Rezepte überwiegend sojafrei sind

Ich persönlich esse nicht sojafrei und baue gezielt Lebensmittel aus Soja wie Tempeh und Tofu als hervorragende Proteinlieferanten in meine Ernährung ein. Dennoch sind die meisten Rezepte, die ich veröffentliche, sojafrei und die wenigen mit Sojaprodukten sojafrei möglich.

Und zwar, damit meine Inspirationen für jeden, auch Personen mit Soja-Allergie oder Unverträglichkeit, umzusetzen sind.

Eine tolle, gesunde, hochwertige und regionale Alternative für die Sojabohne ist die Lupine.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist die Hülsenfrucht mit hochwertigen Inhaltsstoffen ebenso empfehlenswert. Aber natürlich sind auch alle weiteren Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen für einen abwechslungsreichen Speiseplan wertvoll. Auch wenn sie nicht die gleiche hohe biologische Wertigkeit wie Soja aufweisen, stellen sie einen wertvollen Anteil unserer Nährstoffversorgung dar.

Soja und Umwelt

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Und abschließend noch ein paar Worte zu dem Vorwurf, dass unser Sojakonsum den Regenwald zerstört... Ich bin mir sicher, auch davon hast du bereits gehört oder gelese.

Fakt ist: Von der gesamten globalen Sojaernte fließen lediglich 13% in den direkten Lebensmittelverzehr! Asiatische Bevölkerungsgruppen stellen hierbei die primären Verbraucher dar.

Der größte Anteil, etwa 70% der weltweiten Sojaproduktion geht in die Futtermittelindustrie, was mit der ansteigenden Fleischproduktion in den Industriestaaten zusammenhängt. [13]

Das heißt, wertvolle pflanzliche Lebensmittel, die Menschen direkt ernähren könnten, werden stattdessen an sogenannte „Nutztiere“ verfüttert.

Würden wir nicht den Umweg über das Tier gehen, würde die Sojaproduktion (für die Futtermittelindustrie) nicht so rasant wachsen und es müssten vermutlich keine Regenwälder abgeholzt werden. Wir würden nicht nur gesünder essen, sondern unzählige Tierarten würden ihren Lebensraum behalten. Außerdem müssten sogenannte „Nutztiere“ nicht für unser Essvergnügen leiden und sterben.

Die Hülsenfrucht wird übrigens auch in Europa (vor allem in Österreich und Frankreich) angebaut [14] und wer auf regionale Sojaprodukte zurückgreift, ist garantiert nicht an der Abholzung von Regenwäldern Schuld.

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?

Ich hoffe, dieser Artikel war aufschlussreich für dich und hat deine Fragen zum Thema Soja ausreichend beantwortet. Teile den Beitrag gerne mit allen, denen diese Infos weiterhelfen könnten!

Auf dein Feedback unten in den Kommentaren bin ich schon sehr gespannt und freue mich wie immer sehr von dir zu lesen 🙂

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Ist Soja gesund oder ungesund? Das sagt die Wissenschaft!

Quellen

  • [1] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Bundeslebensmittelschlüssel. [Link]
  • [2] Barrett J.R. (2006): The Science of Soy. What do we really know? Environmental Health Perspectives. [Link]
  • [3] Kulling, S. E. & Watzl, B. (2003): Phytoöstrogene. [Link]
  • [4] Setchell, K. D. (2001): Soy isoflavones--benefits and risks from nature's selective estrogen recept or modulators (SERMs). [Link]
  • [5] Messina M. & Messina V. (2010): The Role of Soy in Vegetarian Diets. [Link]
  • [6] Zhang, Q. et al. (2017): Phytoestrogens and risk of prostate cancer: an updated meta-analysis of epidemiologic studies. [Link]
  • [7] American Institute for Cancer Research (AICR) (2019): Soy: Intake Does Not Increase Risk for Breast Cancer Survivors. [Link]
  • [8] Perry, D. et al. (2007): Dietary soy protein containing isoflavonoids does not adversely affect the reproductive tract of male cynomolgus macaques (Macaca fascicularis). [Link]
  • [9] British Dietetic Association (BDA) (2017): Soya foods: Food Fact Sheet. [Link]
  • [10] Sathyapalan et al. (2011): The effect of soy phytoestrogen supplementation on thyroid status and cardiovascular risk markers in patients with subclinical hypothyroidism: a randomized, double-blind, crossover study. [Link]
  • [11] British Dietetic Association (BDA) (2017): Soya foods: Food Fact Sheet. [Link]
  • [12] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (2007): Isolierte Isoflavone sind nicht ohne Risiko. [Link]
  • [13] Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (2016): Stellungnahme für BMEL Die Verfügbarkeit von nicht-gentechnisch verändertem Soja aus Brasilien. [Link]
  • [14] Bernet T. et al. (2016): Biosoja aus Europa. Empfehlungen für den Anbau und Handel von biologischer Soja in Europa. [Link]

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    • Sehr gerne, liebe Mina! Das freut mich sehr.
      Ich hoffe, du schaust weiterhin vorbei und wünsche dir viel Spaß beim Lesen und vor allem ganz viele wertvolle Erkenntnisse.
      Beste Grüße
      Sofia

    • Huhu Solveig, ich habe deine Nachfrage auch gar nicht als Kritik empfunden 🙂
      Ich hoffe, dass ich mit meiner Antwort deutlich machen konnte, dass das individuelle Körpergewicht von verschiedenen Faktoren abhängt. Es kann schon sein, dass industriell hergestellte Mandelmilch mehr Kalorien enthält als selbst gemachte, vor allem wenn Zucker zugesetzt wurde. Ganz liebe Grüße ♥

  • Ich schreibe zum Thema abnehmen, bzw Mandel- und Bananenmilch. Ich habe vor kurzem gelesen, – leider weiss ich nicht mehr wo: eine grosse, industriegesteuerte Lüge, dass das Gewicht direkt – sprich eins zu eins – mit den Kalorien zusammenhängt. Es seien die denaturierten Lebensmittel, die dick machen. Unsere Biologie kennt das nicht, weiss nichts damit anzufangen und produziert Fett.

    • Huhu Solveig, nein es hängt nicht 1:1 mit den Kalorien ab. Das Thema muss ganzheitlich betrachtet werden, denn neben der Kalorienbilanz, beeinflussen noch weitere Faktoren unser Körpergewicht, z.B. unsere Gene, bestimmte Krankheiten, die Einnahme gewisser Medikamente usw. All dies kann Einfluss auf unseren Stoffwechsel und somit unser Körpergewicht nehmen. Auch Unverträglichkeiten können die Gesundheit unseres Verdauungsapparates bzw. unsere Darmflora beeinflussen, die ebenfalls Einfluss auf unseren Stoffwechsel und unser Gewicht nimmt. Zwei Menschen können also theoretisch das Gleiche essen und je nach Stoffwechsel und Gesundheitszustand bleibt einer schlank, während der anderen Gewicht zulegt.
      Ich bezog mich in meiner Antwort lediglich auf das Thema Kalorien, weil nach Mandel- und Bananenmilch gefragt wurde und ich deutlich machen wollte, dass man nicht durch bestimmte Lebensmittel zunimmt, sondern es auf ihren Kaloriengehalt ankommt. Ich hoffe, du weißt was ich meine 🙂

  • Liebe Sofia,
    Super recherchierter Artikel, der viele Fragen klärt und die Diskussionen im Alltag unterstützen kann! Obwohl Soja schon seit vielen Jahren in meinen Speiseplan eingebaut ist, sind für mich persönlich durch deinen Artikel neue Erkenntnisse dazu gekommen.
    Danke dir und liebe Grüße ?
    Julia

    • Danke liebe Julia! Ich freue mich total, dass du reingeschaut hast und neue Erkenntnisse gewinnen konntest ♥
      Ich wünsche dir und deinen Lieben schöne Osterfeiertage! Viele liebe Grüße aus Vietnam 🙂

  • Hallo liebe Sofia,
    vielen Dank für Deinen Beitrag über das Thema Soja, Du hast das super auf den Punkt gebracht. Allerdings gehört zu den gesunden Sojaprodukten nur die Sojabohne selbst oder fermentierte Sojasauce.. Tofu ist bereits ein industriell verarbeitetes Fertigprodukt, was nicht mehr so vollwertig ist.. Vor allem, wenn es noch als Tofuwurst und ähnlichem gegessen wird, sind meist Zusatzstoffe zugesetzt um ihn schmackhafter zu machen.. Deshalb gehört Tofu von der Herstellungsart zu den nicht mehr so gesunden Lebensmitteln. Genauso wie Sojamilch- oder sahne im Tetrapack. Fazit: Lieber die Sojabohne als Bohne oder fermentierte Sojasauce genießen und die Sojamilch aus den Bohnen selbst herstellen.

      • Hallo Solveig, Du kaufst die trockenen Sojabohnen am besten bio und lässt sie über Nacht einweichen (mind. 12 Stunden). Dann das Einweichwasser wegschütten. Auf 1 Tasse Sojabohne ca. 3-4 Tassen Wasser,und 3 Datteln wegen der Süße, alles in einem Hochleistungsmixer ganz fein mixen und die Milch, anschließen durch einen Sieb oder einen Nussbeutel filtern. Die Flüssigkeit muss dann ca. 15 Minuten gekocht werden, roh ist sie noch nicht genießbar. Ich persönlich mag jedoch am liebsten Mandelmilch, die muss man am Ende auch nicht kochen. Über YouTube findet man sehr viele Rezepte von Pflanzenmilch. Einfach mal durchprobieren und testen was am besten schmeckt. Viel Spaß dabei.

        • Danke fürs Reinschauen und deinen Kommentar liebe Daniela!
          Je vollwertiger desto besser, da gebe ich dir vollkommen recht! Dass Tofu nicht zu den gesunden Sojaprodukten zählt, stimmt aber nicht ganz. Tofu ist nicht gleich Tofu und ich denke man sollte das differenzierter betrachten.
          Wenn du Tofu z.B. aus einer Tofu-Manufaktur beziehst, ist dieser garantiert weniger Verarbeitungsschritten unterlegen als abgepackter Tofu aus dem Supermarkt. Letzterer ist jedoch im Vergleich zu Dingen wie Tofuwurst oder Sojaschnitzeln immer noch weniger verarbeitet. Nicht nur fermentierte Sojasauce, sondern auch fermentierte Sojabohnen in Form von Tempeh sind ein super gesundes Lebensmittel aus Soja. Es gibt sogar eine deutsche Tempeh-Manufaktur, die Bio-Tempeh herstellt.
          Ich mache Pflanzenmilch auch sehr gerne selbst, z.B. aus Banane oder Nüssen. Dabei gehe ich meistens ähnlich vor. Ein paar Rezepte dazu habe ich auch schon gepostet, falls du mal schauen magst: https://www.isshappy.de/category/rezepte/pflanzenmilch-kaese/
          Ich wünsche dir schöne Feiertage!
          Liebe Grüße

          • Danke für Deine Antwort liebe Sofia. Deine Rezepte finde ich toll und ich habe schon sehr viel ausprobiert, auch die Nussmilch. Alles sehr lecker!!! Deine Webseite und Deine Videos sind eine große Bereicherung. Ich wollte es nur für die Leser differenzieren, damit die lieber zum Selbermachen angeregt werden und nicht zu Tetrapack greifen. Tofu aus der Manufaktur ist natürlich toll. Ich habe tatsächlich von den verpackten Tofus im Supermarkt gesprochen. Hast Du da einen speziellen Tipp wegen der Manufaktur? LG

          • Danke dir liebe Daniela, so hatte ich es auch verstanden. Ich freue mich sehr über deine wertschätzenden Worte und deine Kommentare ♥ Schau mal, in den meisten Tofu-Produkten der Tofu-Manufaktur von Christian Nagel sind z.B. keine unerwünschten Zusatzstoffe enthalten: https://tofunagel.de/herstellung/tofu/ Aber natürlich ist Tofu stärker verarbeitet als die Zuhause selbst gemachte Sojamilch, das ist ganz klar ?

  • Liebe Sofia,
    ein sehr informativer Artikel.
    Da ich Schilddrüseunteefunktion habe werde meinen Arzt informiren über meine Ernährungsumstellung.
    Dir noch einen schönen Urlaub und fröhliche Ostertage???
    Lg Franca

    • Danke fürs Reinschauen Franca! Ich freue mich, dass dir der Beitrag weitergeholfen hat ♥
      Wenn du noch weitere Fragen zur Ernährungsumstellung auf vegan hast, lass es mich gerne wissen!
      Ich wünsche dir ebenfalls schöne Osterfeiertage. Liebe Grüße!

  • Bei Autoimmunerkrankungen soll Soja ein Tabu sein, wie auch Getreideprodukte und vieles mehr.(siehe auch Autoimmunprotokoll – im Internet zu finden)

    • Liebe Cocolina, danke für den Hinweis, jedoch konnte ich zum Stichwort „Autoimmunprotokoll“ online keine wissenschaftliche Quelle finden. Wenn du ein paar Links hast, kannst du sie mir gerne schicken. Ich schaue mir das gerne an 🙂 Liebe Grüße

  • Hallo Sofia,
    toll, dass du uns aufgezeigt hast, was die Unterschiede der jeweiligen Studien sind und weshalb sie zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
    Ein sehr informativer, verständlicher Artikel!
    Ich habe bei dir das Gefühl, endlich mal eine verlässliche Quelle gefunden zu haben

  • Hallo Sofia.
    Wie immer sehr gute Informationen zum Thema Soja.
    Auch der Absatz wegen der Schilddrüse ist sehr Inderessant für uns
    weil meine Frau Probleme hat mit der Schilddrüse.
    Viele sind ja nach wie vor der Meinung das die Veganen Menschen
    damit den Regenwald zerstören,weil sie ja so viel Soja essen.
    Das Soja für uns Veganer hat damit nichts zu tun.
    Die Tierfutterintustrie ist daran schuld das der Regenwald abgeholzt wird,
    das was wir als Soja essen,ist nur ein Tropfen Wasser im Vergleich zu dem
    Wasserfall ohne Ende,den die Tierfutterintustrie dadurch auslöst.
    Dein Bericht darüber ist ja sehr Aufschlussreich.
    Hoffentlich lesen deinen Bericht viele,damit sie mal verstehen wer hier den Regenwald
    abholzt und jeder der irgend welche Fleischprodukte konsumiert dabei mithilft,
    den Regenwald zu zerstören.
    Na ja,wir Veganer wissen ja woran es liegt und wir helfen uns gegenseitig mit solchen Berichten
    oder besser gesagt mit solchen Richtigstellungen zum Thema Soja.
    Schönen Sonntag noch für euch beide,Sofia und Jose.
    Und noch einen schönen Urlaub in Viertnam. Die

    • Danke fürs Reinschauen lieber Gerald! Ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat 🙂 Du darfst ihn gerne mit Familie, Freunden und Kollegen teilen, damit ihn noch mehr Menschen erreichen. Viele liebe Grüße (auch von Jose)

  • Superinformativ und gut dargestellt. Nützlich im Gespräch mit Menschen, die gerne einmal „logisch“ argumentieren und alles besser wissen!! Vielen Dank!!

  • Hallo Sofia,
    wie sieht die Thematik bei Sojamilch aus? Ist sie zu empfehlen, oder sollte man lieber die Finger davon lassen?
    Liebe Grüße,

    • Hallo lieber Sebastian,
      Sojamilch wird durch das Einweichen trockener Sojabohnen hergestellt, die anschließend mit Wasser ausgedrückt werden. Die Flüssigkeit wird dann noch gekocht, um die verdauungshemmenden Inhibitoren loszuwerden.
      Ich sehe keinen Grund, die Finger davon zu lassen 🙂 Oftmals werden noch Mineralstoffe wie Kalzium und Vitamine zugesetzt, was die „Milch“ sogar noch nahrhafter macht. Beim Kauf würde ich darauf achten, dass kein bzw. nicht zu viel Zucker und keine unerwünschten chemischen Zusatzstoffe enthalten sind.
      Am besten ist natürlich, wenn man Sojamilch zuhause selbst herstellt. Hierfür weichst du die Bohnen über Nacht in Wasser ein, gießt das Wasser am nächsten Tag weg und pürierst die Bohnen mit frischem Wasser (300 ml auf 100 g Bohnen) im Mixer zu einem Brei. Den Brei kochst du dann mit ca. 500 ml Wasser für etwa 10 Minuten. Sobald die Flüssigkeit abgekühlt ist, filterst du die Milch mithilfe eines Seihtuchs und übergießt die Masse zum Schluss nochmal etwa 250 ml Wasser und presst alles fest aus. Dann kommt optional noch ein Süßungsmittel deiner Wahl dazu, z.B. Dattelpaste, oder noch etwa Zimt und/oder gemahlene Vanille – fertig 🙂
      Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. Beste Grüße ♥

        • Danke dir Solveig! Viel Spaß beim Ausprobieren und gutes Gelingen. Sojamilch ist nicht jedermanns Sache – umso toller, dass es so viele verschiedene vegane Milchalternativen gibt. Meine Lieblinge sind Bananenmilch, Hafermilch und Mandelmilch 🙂 Welche Nussmilch schmeckt dir am besten?

          • Hallo Sofia,
            ist die Bananenmilch und/odee Mandelmilch geeignet wenn man annehmen möchte?
            Liebe Grüße,
            Sebastian

          • Hallo Sebastian,
            beim Abnehmen geht es vor allem um eine negative Kalorienbilanz, d.h. es sollte weniger Nahrungsenergie (kcal) aufgenommen werden, als der Körper braucht. Wenn du gesund und nachhaltig (und ohne Jojo-Effekt) abnehmen möchtest, solltest du die Kalorienzufuhr maximal 300 bis 500 kcal unter den Kalorienverbrauch des Körpers senken.
            Ich würde sagen, beide Milchalternativen eignen sich zum gesunden Abnehmen. Wichtig ist natürlich, was du drumherum isst und wie dein Lifestyle aussieht.
            Liebe Grüße
            Sofia

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